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Inklusion In Roffhausen Hilfe zur dauerhaften beruflichen Teilhabe

Roffhausen - Großer Tag für die Gesellschaft für Paritätische Sozialarbeit (GPS) Wilhelmshaven und rund 80 Menschen mit Behinderungen: Im Technologiezentrum Nordwest in Roffhausen, dem früheren Gelände der Olympia-Werke, ist am Freitag das neu geschaffene Zentrum zur beruflichen Bildung für Menschen mit Unterstützungsbedarf offiziell eröffnet worden. Unter den Gästen waren Vertreter des Landkreises, außerdem die stellvertretenden Bürgermeister aus Schortens, Jever und Wilhelmshaven und weitere Partner der regionalen Wirtschaft, die die Einrichtung als externe Betriebe begleiten und unterstützen.

Drehscheibe der Bildung

In Betrieb ist das Zentrum zur Beratung, Bildung und Vermittlung (BBV) Wilhelmshaven-Friesland schon seit Anfang des Jahres, berichtete dessen Leiter Thorsten Enneking. Aufgabe und Ziel des in einer ehemaligen Olympia-Versandhalle eingerichteten Zentrums der GPS ist, die Teilnehmer mit ihren individuellen Begabungen zu fördern, so dass sie später auf dem ersten Arbeitsmarkt oder in einer der Werkstätten der GPS beschäftigt werden können. Voraussetzung für die Aufnahme sind eine Kostenanerkennung der Agentur für Arbeit oder eines anderen Trägers der beruflichen Rehabilitation, so Enneking.

Das BBV bietet für bis zu 80 Menschen mit Behinderungen genau abgestimmte Unterstützungsleistungen zur dauerhaften beruflichen Inklusion.

„Das BBV ist die Drehscheibe des Geschäftsbereichs Bildung, Arbeit und Teilhabe. Hier in Roffhausen werden die Weichen für die weitere berufliche Zukunft gestellt“, sagte der Leiter des Geschäftsbereichs, Detlef Opitz. Jeder erhalte den Platz, der am besten zu ihm oder zu ihr passt. Entweder direkt im BBV in Roffhausen oder in einer Werkstatt für behinderte Menschen oder in einem externen Betrieb. Und von denen gebe es auf dem Werksgelände in Roffhausen immerhin eine Menge: „Hier sind mehr als 50 Firmen mit 3000 Beschäftigten ansässig“, sagte Opitz. „Da ergeben sich viele Möglichkeiten der Zusammenarbeit.“ Sechs Berufsfelder von der Hauswirtschaft über Garten- und Landschaftsbau, Holz- und Metallverarbeitung bis zu Montage sowie Lager- und Logistik werden angeboten. Landwirtschaftskammer und Handwirtschaftkammer unterstützen das Zentrum ebenfalls mit Qualifizierungen bis zu zertifizierten Abschlüssen der Teilnehmer.

Leuchtturm am Standort

Holger Ansmann, ehemaliger Olympianer und Betriebsratsvorsitzender sowie Landtagsabgeordneter und Sozialausschussvorsitzender, sieht in der Initiative der GPS ein „Leuchtturmprojekt für diesen Standort“. Unter den Gesichtspunkten der Inklusion sei es genau das, „was wir uns wünschen“.

Auch Frieslands Kreisrätin Silke Vogelbusch sowie die stellvertretenden Bürgermeister Anne Bödecker (Schortens), Heiko Schönbohm (Jever) und Uwe Reese (Wilhelmshaven) lobten die Initiative, die berufliche Beratung und Bildung für Menschen mit Behinderung im neuen BBV zusammenzuführen. „Das ist ein Meilenstein in Bezug auf Inklusion und Teilhabe“, sagte Anne Bödecker. Es sei schön, dass Menschen hier nicht nach ihren Defiziten definiert werden, sondern nach ihren Stärken und Fähigkeiten.

Einen großen Extra-Applaus gab es übrigens nicht nur für die Hauswirtschafter im BBV, die die Gäste mit Speisen und Getränken versorgten, sondern auch für die Band „Voice of Artec“ aus dem Ammerland.

Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever
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