ROSTRUP - Besuch von 35 Lehrkräften haben diese Tage die Berufsbildenden Schulen Ammerland (BBS). Nachdem in den vergangenen neun Jahren sonst „reine Schüleraustausch“ stattgefunden haben, sind es dieses Mal die Lehrer der Technischen Berufsschule aus Pleszew, dem Partnerlandkreis des Ammerlandes, um sich mit ihren deutschen Kollegen auszutauschen.
„Die polnischen Lehrer sind gekommen, um mit uns über Methoden der Unterrichtsgestaltung zu reden“, berichtet Reinhard Hardy, Schulleiter der Ammerländer Berufsschule. „Wir können viel voneinander lernen, schließlich haben die deutschen und polnischen Schüler unterschiedliche Mentalitäten und Interessen. Auch die Lehrer haben andere Herangehensweisen bei der Wissensvermittlung“, so Hardy weiter. Ähnlich sieht es sein polnisches Pendant, Marek Szczepanski, Leiter der Berufsschule Pleszew: „Für uns hat dieses Treffen eine große Bedeutung, denn nicht nur die Schüler sollen bei ihrem Austausch voneinander lernen, auch die Lehrer profitieren davon.“ Szczepanski sei froh, dass erstmalig ein solches Treffen stattfinden könne.
„Ohne die finanzielle Unterstützung der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit wäre der Besuch wohl nicht möglich gewesen,“ sagt Hardy. Auch freie Tage hätten die polnischen Lehrer für die Fahrt geopfert, so der Schulleiter weiter. Im katholischen Polen wurde diesen Donnerstag Fronleichnam gefeiert, dieser Freitag ist aufgrund eines Brückentages schulfrei.
Noch bis zum kommenden Sonntag bleibt der Besuch aus Polen in Bad Zwischenahn. Zum bunten Programm gehören auch Ausflüge. So geht es diesen Freitag ins Museum „Universum“ nach Bremen und diesen Sonnabend wird die Stadt Oldenburg besucht.
Organisiert und koordiniert wurde das Treffen von den BBS-Lehrkräften der Schule Heinrich Frers, Etta Albers und Dieter Herde.
