ROSTRUP - Seit 20 Jahren gibt es eine Schnupperwoche für die Haupt- und Förderschüler. 120 junge Menschen machten mit – und waren überwiegend zufrieden.

Von Wolfgang Wittig

ROSTRUP - Es ist mittlerweile Tradition, dass die Berufsbildenden Schulen Rostrup den Schulabgängern der Haupt- und Förderschulen des Ammerlandes Gelegenheit gibt, in einer Schnupperwoche im Berufsvorbereitungsjahr ihre künftige Schule näher kennen zu lernen. Bereits seit mehr als 20 Jahren findet diese Aktion an der BBS statt.

Während die eigentlichen BVJ-Schüler ihr Betriebspraktikum ableisten, nutzten mehr als 120 Schüler kürzlich das Angebot der Berufsschule und ließen sich über acht Berufsfelder informieren. Dabei wurde natürlich nicht nur die Theorie erörtert, sondern auch die praktische Arbeit in den Werkstätten, der Lehrküche oder in den Räumen der Friseurinnen erhielt einen besonderen Stellenwert.

„Der Andrang war in diesem Jahr so groß“, berichtet Bernd Bruch, Abteilungsleiter des Berufsvorbereitungsjahres (BVJ), „dass wir etlichen Schülern erstmals eine Absage erteilen mussten." Ziel des Praktikums sei es, die Kooperation zwischen den allgemeinbildenden Schulen und dem BVJ zu fördern und den Schülern Orientierungs- und Entscheidungshilfen zu geben, die den Talenten und Fähigkeiten entsprechen. So könne bereits im Vorfeld dafür gesorgt werden, dass Probleme erst gar nicht auftreten. Für viele Schüler sei es zudem eine gute Gelegenheit, eventuell aufkommende Ängste vor dem großen Schulsystem abzubauen.

Die Schüler in den Werkstätten waren überwiegend zufrieden: Die einen stellten beispielsweise Designer-Kerzenständer aus Kupfer im Berufsfeld Metall her. Andere versuchten sich im Bau oder übten sich im Berufsfeld Körperpflege.