Lemwerder - Ein Miniaturfahrzeug, das nur mit Solarenergie angetrieben wird – das Projekt, für das sich die Schülerinnen und Schüler der siebten Klassen des Gymnasiums Lemwerder beim Besuch des EWE-Energiemobils ausgesucht hatten, war nicht einfach. Trotzdem waren am Donnerstag schon gute Ergebnisse zu bestaunen. Das Licht beim andauernden Regenwetter und die Deckenleuchten in den Klassenzimmern reichten zwar nicht für den Antrieb, doch mit Hilfe einer starken Taschenlampe ließ sich das kleine, rote Fahrzeug bewegen.
Bis dahin war viel handwerkliches Geschick gefragt. In zwei Gruppen arbeiteten die Mädchen und Jungen konzentriert an ihren Konstruktionen, den Blick immer wieder auf die Bauanleitung gerichtet. Tauchten Probleme auf, halfen sich die Schüler gegenseitig oder wandten sich an einen der Betreuer vom EWE-Energiemobil. Eine Woche lang ist das Team an der Schule zu Gast. Im Vordergrund steht das Thema Erneuerbare Energien. „Die Schüler suchen sich schon vor der Projektwoche die Modelle aus, die sie bauen wollen. Es gibt zum Beispiel auch noch ein Solarboot, ein Mini-Windrad und eine Kurbelleuchte“, erzählte Cord Rademacher von der EWE. Mit den Modellen wurden anschließend auch Versuchsreihen gemacht. Die Materialkosten trägt die Schule selbst, das Gymnasium Lemwerder wird dabei vom Förderverein unterstützt.
„Bei dem Projekt werden auch die handwerklichen Begabungen der Schüler gefördert. Das finde ich wichtig, da es an den Schulen schon lange keinen Werkunterricht mehr gibt“, sagte Thomas Reinsch, stellvertretender Schulleiter des Gymnasiums Lemwerder. Allerdings sollen im Rahmen der geplanten Ganztagsschule am Gymnasium – der Antrag dafür ist bereits gestellt – in Zukunft wieder mehr handwerkliche Angebote stattfinden. Starten soll die Ganztagsschule nach den Sommerferien.
