Ramsloh - Insgesamt rund 880 000 Euro will die Gemeinde Saterland in den Erweiterungsbau und den Umbau der Grundschule Ramsloh an der Mootzenstraße zur Ganzstagsschule investieren. Dafür hat sich der Schul- und Kulturausschuss in seiner Sitzung am Donnerstagabend im Rathaus Ramsloh einstimmig ausgesprochen. Wie berichtet, soll die Schule ab dem Schuljahr 2015/16 offene Ganztagsschule werden. Nicht in der Summe enthalten sind die Kosten für die Ausstattung. Im Vergleich zu den übrigen Ganztagsschulen in der Gemeinde hat die Verwaltung die Kosten mit rund 70 000 Euro überschlagen.
Anregungen eingeflossen
Architekt Reinhold Engelmann aus Cloppenburg stellte den Ausschussmitgliedern seine Bauentwurfsplanung vor. Diese war zuvor der Schulleiterin und zwei Lehrpersonen der Grundschule Ramsloh vorgestellt worden, so dass Anregungen in die Planung einfließen konnten.
Engelmann hat seinen Entwurf auf Grundlage des Raumprogramms erstellt, das der Rat der Gemeinde Saterland in seiner Sitzung im Juli beschlossen hatte. Unter anderem soll eine Mensa für die Mittagsverpflegung der Kinder realisiert werden. Dafür ist ein Anbau (Richtung B 72) geplant, in dem auch Nebenräume angedacht sind.
Im Obergeschoss sollen ein Fachwerkraum und zwei Gruppenräume geschaffen werden. Eine Trennwand, so Bürgermeister Hubert Frye am Freitag im Gespräch mit der NWZ , solle die zwei Gruppenräume trennen. Dadurch sei eine multifunktionale Nutzung, zum Beispiel als Klassenraum, möglich.
„Großer Brocken“
Aus baurechtlichen Gründen bezüglich Fluchtwegen und Brandschutz muss ein zusätzliches Treppenhaus installiert werden. Auch ist ein Fahrstuhl Teil des Raumprogrammes. Im Treppenhaus, so Frye, reiche der Platz für einen Lift nicht aus. Somit müssten ein Teil des Materialraums und der Toilettenanlage wegfallen. Auch das Lehrerzimmer soll vergrößert werden. Dafür ist angedacht, eine Wand herauszunehmen.
Frye nannte die Kosten einen „großen Brocken“. Er und die Ausschussmitglieder seien sich aber einig gewesen, dass die Planung gut auf Basis des Raumordnungsprogramms umgesetzt worden sei.
Der Bürgermeister teilte mit, dass der Architekt in der Mensa Fenster bis zum Fußboden vorgesehen habe. Der Ausschuss und er selber würden es allerdings lieber sehen, wenn eine niedrige Brüstung (etwa 30/40 Zentimeter hoch) installiert werden könne, so dass die Kinder immer noch nach draußen beim Essen gucken könnten.
