Sande - Der Landesrechnungshof macht der Gemeinde Sande bei ihren Grundschulen Druck: Eine Untersuchung zu den Auswirkungen des demografischen Wandels kommt zu dem Ergebnis, dass die Gemeinde bei ihren drei Grundschulen mehrere Verstöße unter anderem gegen das Kommunalverfassungsgesetz, das Schulgesetz und die Gemeindehaushalts- und -Kassenverordnung begangen hat. Das Ergebnis der Untersuchung ist am Dienstag, 23. Februar, ab 17 Uhr im Rathaus Thema im Sander Schulausschuss.
So habe es die Gemeinde Sande laut Landesrechnungshof unterlassen, ihre Grundschulen durch Zusammenlegungen oder Schließungen wirtschaftlicher zu führen. Damit habe Sande trotz Verpflichtung zur Haushaltssicherung gegen das Wirtschaftlichkeitsgebot verstoßen.
Die Landesbehörde moniert außerdem, dass die Investitionen der Haushaltsjahre 2008 bis 2014 in die Grundschulen Cäciliengroden und Neustadtgödens nicht nachhaltig seien. So habe die Gemeinde gegen Vorschriften des Konjunkturpakets II, mit dem die Maßnahmen finanziert worden waren, verstoßen.
Die Grundschule Cäciliengroden müsse laut Schulgesetz ab 2020 neu strukturiert werden. Für die Grundschule Neustadtgödens bestehe ab sofort die Pflicht, schulorganisatorische Maßnahmen zu prüfen.
