SANDE - Mit Unverständnis reagiert der Leiter des Schulzentrums am Falkenweg in Sande, Wolf-Dieter Langhanke, auf Kritik und Forderungen des örtlichen SPD-Verbands über die Einrichtung eines Ganztagsangebots an der Haupt- und Realschule.
Wie berichtet, hatte der Sander SPD-Ortsverband die Schule und den Landkreis aufgefordert, einen Antrag für eine Ganztagsbetreuung zu stellen und kritisiert, „dass sich nur die Schulleitung gegen ein solches Projekt wehrt“.
Langhanke erinnert daran, dass ein entsprechender Antrag mitsamt detailliertem pädagogischen Konzept schon im Jahr 2005 gestellt worden sei. „Unser Antrag wurde damals abgelehnt, weil die geforderten Lehrerstunden nicht zur Verfügung standen“, so Langhanke. Dem Landkreis Friesland als Schulträger habe man im vorigen Jahr nochmals mitgeteilt, dass das Konzept der Haupt- und Realschule Sande weiterhin Bestand habe.
Auch der aus Schülern, Elternvertretern und Lehrkräften zusammengesetzte Schulvorstand habe in seiner letzten Sitzung ohne Gegenstimme beschlossen, dass ohne ausreichende zusätzliche Unterrichtsstunden keine Änderung des Antrags vorgenommen werde.
Langhanke habe besonders die Äußerung betrübt, dass sich angeblich nur die Schulleitung gegen solch ein Projekt wehre. Ohne Ausnahme seien seinerzeit alle Lehrkräfte bereit gewesen, sich für den Aufbau einer IGS Friesland in Sande zu engagieren. „Zu unserem Bedauern hat dann aber der Schulstandort Schortens knapp das Rennen gemacht“, sagt Langhanke. Diese Niederlage würden aber weder ihn als Schulleiter noch sein Lehrerkollegium davon abhalten, Sande als erhaltenswerten Schulstandort zu sichern.
Ob die Forderung von Sandes SPD-Landtagsabgeordnetem Olaf Lies hilfreich seien, bezweifelt Langhanke. Lies hatte erklärt, „dass ihm ein freiwilliges Angebot mit Nachhilfe, Förderunterricht und Hausaufgabenhilfe lieber sei, als gar kein Angebot“. Das allerdings sei laut Langhanke ohne qualifizierte pädagogische Hilfe, also ohne zusätzliche Lehrerstunden, nicht zu realisieren.
