Sande - Frühlingsfutter für die Bienen: Rund 2000 Blumenzwiebeln setzten die Kinder der Klasse 3b der Grundschule Sande jetzt auf der Hofstelle in Altmarienhausen. Für den Frühling erwarten die Kinder nun gespannt, dass sich hoffentlich ein großer Blütenteppich auf den Obstwiesen entwickelt. Der soll dann Teil des Futters sein, das die Bienen nach der Winterzeit dringend benötigen. Hintergrund des Projekts ist die Idee, Sande zur bienenfreundlichen Gemeinde werden zu lassen.

Mit ihrer Sachkundelehrerin Marja Albers und der Mitarbeiterin aus dem Bundesfreiwilligendienst, Daaje Janssen, hatten die Schüler schon über Blüten und Blumenzwiebeln gesprochen. Zusammen mit der Kreisgruppe Friesland des Bundes für Umwelt und Naturschutz entstand die Pflanzaktion. Gesetzt wurden Wildkrokusse, die im zeitigen Frühjahr blühen. Anleitung gaben Hartmut Müller-Mangels und Werner Gröning.

Jedes Kind hatte einen Becher mitgebracht, so ließen sich die Zwiebeln schnell verteilen und in die vorbereiteten Pflanzlöcher einsetzen. Im Frühling wollen die Kinder die Domäne wieder besuchen, um zu sehen, was aus den Zwiebeln wird. Dann können sie vielleicht schon Bienen bei der Nahrungssuche sehen.

„Wir werden beobachten, wie sich die Krokusse entwickeln und gegebenenfalls im nächsten Jahr eine weitere Pflanzaktion starten“, sagte Müller-Mangels. Er warb dafür, jetzt auch im heimischen Garten Blumenzwiebeln zu setzen, um den Insekten Futter zu bieten. Der dramatische Rückgang von Insekten hänge unter anderem mit dem stark eingeschränkten Futterangebot zusammen.