SANDE - „Wir wohnen direkt gegenüber der IGS Friesland, unser Kind hätte nur über die Straße zu gehen brauchen und wäre in der Schule gewesen“, sagt Beatrix Miech aus Schortens. Doch ihre Tochter hatte kein Glück, als aus knapp 230 Anmeldungen die 180 IGS-Plätze ausgelost wurden. Nun besucht die Zehnjährige die Schule am Falkenweg in Sande – zusammen mit 33 weiteren Fünftklässlern aus Schortens.
Doch die anfängliche Aufregung über das Losverfahren und über nun längere Schulwege für die neuen Haupt- und Realschüler aus Schortens ist weitgehend verflogen. Stattdessen sind die Kinder neugierig auf ihre neue Schule und sind längst auch die Schortenser Eltern überzeugt, dass auch in Sande viel auf die Beine gestellt wird, um ihre Kinder fit für die Zukunft zu machen.
56 Fünftklässler in zwei Hauptschul- sowie einer Realschulklasse sind am Donnerstagvormittag in der Schule am Falkenweg von den Lehrern und den Schülern der älteren Jahrgänge begrüßt und mit offenen Armen empfangen worden.
Stellvertretende Schulleiterin Karen Liedigk stellte in der Pausenhalle den Neulingen und deren Eltern die Schule, die Lehrer und vor allem das neue Ganztagsangebot vor, das ab nächstem Montag an drei Nachmittagen pro Woche für viel Bewegung, Kreativität und Fitness auf dem Stundenplan sorgen wird: „Ihr könnt Gitarre oder Klavier lernen, Fußballspielen, Schwimmen, Boxen oder Theaterspielen“, umriss Liedigk das große Ganztagsangebot, zu dem auch Nachhilfeangebote und Hausaufgabenbetreuung sowie die geplante Gründung einer Schulband gehören.
Für die Mittagsverpflegung sei ebenfalls gesorgt, auch wenn die Mensa noch gebaut werden müsse, stellte Landrat Sven Ambrosy bei seiner Begrüßungsrede heraus. Die Schule am Falkenweg ist mit der neuen IGS in Schortens die Schule im Jeverland, für die das neue Schuljahr die meisten Veränderungen mit sich bringt. Bis Ende Oktober sollen die Bauarbeiten in der Schule am Falkenweg abgeschlossen sein, so Ambrosy. „Dann habt ihr hier eine richtige Wohlfühl-Schule.“ Immerhin werde noch viel investiert: rund 300 000 Euro in die Mensa und weitere 30 000 Euro in die Fachräume.
Dass die Schule „einen guten Eindruck macht“, davon sind auch Manfred und Birgit Reitenbach aus Schortens überzeugt: „Na klar waren wir anfangs verärgert, dass unser Enkelkind statt um die Ecke in Schortens nun ganz nach Sande fahren muss. Aber 33 andere Kinder fahren ja auch. Da werden schnell neue Freundschaften geschlossen.“
