Sande - Der Landkreis Friesland hat zurzeit nicht die Absicht, das Gelände der Oberschule Sande einzuzäunen und lehnt das entsprechende Ansinnen der Elternvertreter ab.
Eltern hatten am Montag abermals auf die ihrer Meinung nach zahlreichen Sachbeschädigungen und Schmierereien auf dem Schulgelände hingewiesen, die sich dort häufig nach Schulschluss, in den Abendstunden und an den Wochenenden ereigneten (die NWZ berichtete). Das Gelände sei ein beliebter Treffpunkt bei Jugendlichen. Immer wieder würde das Schulgelände mit Scherben und Unrat und anderen Hinterlassenschaften verdreckt und würden Gegenstände beschädigt, argumentieren Tina Goldmann und Nicole Leitner vom Schulelternrat.
Vertreter des Landkreises haben sich Anfang März mit der Schulleitung, der Elternvertretung, mit der örtlichen Polizei und den Straßensozialarbeitern besprochen und sich geeinigt, die Lage eine Zeit lang genauer im Blick zu behalten. „Seit März werden Schäden und Verunreinigungen auf dem Schulhofgelände dokumentiert, um auf einer objektiven Faktenlage zu entscheiden, ob ein Zaun erforderlich ist“, so Landkreis-Sprecherin Nicola Karmires. „Wir haben zunächst einmal prüfen müssen, ob die Beschädigungen und Verunreinigungen ein solches Ausmaß haben, dass dies den Bau einer Zaunanlage rechtfertigen würde.“
Das ist aus Sicht des Landkreises nicht der Fall: Die Dokumentation zeige, dass die Verschmutzungen und kleineren Schäden wie zerstörte Mülleimer oder Schmierereien der vergangenen Monate gering sind. „Durch den Einsatz der Hausmeister werden diese geringeren Schäden und Verschmutzungen stets zügig behoben“, so Karmires.
Auch die Gemeinde Sande lehnt einen Zaun unter Hinweis auf die wenigen Vorfälle ab. Zudem sei der Weg über die Schulhöfe – die Grundschule Sande liegt gleich nebenan – eine von vielen Bürgern oft genutzte kurze Verbindung von der Ortsmitte zur Turnhalle Falkenweg.
