Sande - Wer nicht schwimmen kann, der erhält kein Sportabzeichen. Und – nicht nur – an der Grundschule Sande gibt es etliche Kinder, die nicht sicher schwimmen können und die in der dritten Klasse noch nicht einmal das „Seepferdchen“ haben, so die Sportlehrer Claudia Müller Deck und Gregor Kisse. Die Schule tue ihr Möglichstes, um das, was viele Eltern versäumen, nachzuholen, doch mit einer Doppelstunde Schwimmunterricht in einem Halbjahr der dritten Klasse sei das schwierig. Noch dazu, da demnächst eine Betreuerin der DLRG ausfällt und noch kein Ersatz in Sicht ist.
Natürlich gibt es auch viele Wasserratten unter den Schülern. Wer als Grundschüler das Deutsche Sportabzeichen erhalten will, das die Grundschule seit 36 Jahren zusammen mit dem TuS Sande ausrichtet, muss mindestens 50 Meter Schwimmen können. Die Gemeinde Sande bietet kostenlose Schwimmkurse an, nach den Sommerferien geht’s in den Herbstferien im Nautimo wieder los (Info im Rathaus, Tel. 04422/95 88 10).
Hartmut Abrahams vom TuS Sande rief alle Kinder, die in Sachen Schwimmen noch Nachholbedarf haben, auf, bis Dezember die Schwimmkurse zu besuchen und die Mindestanforderung 50 Meter oder besser noch das Schwimmabzeichen in Bronze zu machen. „Dann erhalten noch mehr Kinder ihr Sportabzeichen, auch noch für das vergangene Schuljahr.“
Jubeln konnten am Freitag 68 von 148 Schülern, die die Prüfungen für das Sportabzeichen bestanden. Sieger des Wettbewerbs 2017 wurde die Klasse 3a von Klassenlehrerin Wiebke Junge. Zwölf von 19 Kindern erfüllten die Bedingungen für das Sportabzeichen. Dafür gab es auch den Wanderpreis des TuS Sande. Auf Platz 2 folgte die Klasse 4a von Gerlind Lubian mit 13 von 21 Absolventen sowie auf Rang 3 die Klassen 1b und 3b von Gregor Kisse und Claudia Müller-Deck mit je sieben Sportabzeichen-Kindern.
