SANDE - Die Haupt- und Realschule Sande soll zum neuen Schuljahr nach einem völlig neuen Konzept arbeiten. Sie wird dann an drei Tagen in der Woche ein Ganztagsangebot machen. Eine Projektgruppe aus Schülern, Lehrern und Eltern arbeitet zurzeit mit Hochdruck an der Planung.

Die Schule befindet sich zurzeit in einer Umbruchphase: Durch die Einrichtung der Integrierten Gesamtschule in Schortens fällt dort bekanntlich die Haupt- und Realschule weg. Somit werden die Schüler aus Sande und Schortens, die weder ein Gymnasium noch die IGS besuchen, künftig in Sande zur Schule gehen.

Schulstandorte erhalten

Erster Kreisrat Peter Wehnemann und Stefan Thöle vom Landkreis Friesland betonten jetzt bei einem Ortstermin im Sander Schulzentrum, dass alles getan werde, um alle Schulstandorte zu erhalten. Neue Schulen oder auch Erweiterungen könnten in Zeiten insgesamt sinkender Schülerzahlen nicht realisiert werden. Deshalb sei es auch nicht möglich, dass Schüler aus Schortens nach Jever zur Haupt- und Realschule gehen – mit Ausnahme von Kindern aus Upjever und Addernhausen (die NWZ berichtete).

Gleichwohl will der Kreis als Schulträger in den Standort Sande investieren. Rund 300 000 Euro sind für die Einrichtung einer Mensa vorgesehen, weitere 30 000 Euro für einen Fachraum Chemie. Wichtiges Anliegen der Schülervertretung ist, dass der überaus triste Pausenhof aufgewertet wird. Hier lasse sich sicher noch etwas machen, versicherte Thöle, der die Schüler aufforderte, Ideen und Skizzen einzureichen.

Auch einen neuen Namen bekommt die Sander Haupt- und Realschule: Sie soll ab Sommer „Schule am Falkenweg“ heißen. Darüber wird der Kreis-Schulausschuss in seiner Sitzung am Montag, 11. Mai, ab 15 Uhr in der Feuerwehrtechnischen Zentrale Jever beraten.

Neue Angebote

„Die Schule wird wegen ihrer interessanten Klassenstärken und wegen des Ganztagsangebots sehr attraktiv werden“, betonte Wehnemann. Das Ganztagsangebot soll u. a. Hausaufgabenbetreuung, eventuell Förderunterricht und eine breite Palette an Neigungsangeboten im sportlichen und musischen Bereich enthalten. Als problematisch empfinden Projektgruppe und Schulleitung jedoch, dass die tatsächlichen Schülerzahlen erst sehr spät feststehen werden.