Sande - Die angespannte Haushaltslage in Sande trifft nun auch das Jugendzentrum: Die Stelle des in naher Zukunft in den Ruhestand wechselnden Leiters Dietmar Roth bleibt bis auf weiteres unbesetzt. Das Jugendzentrum ist ab 2018 nur noch mit zwei Vollzeitstellen besetzt. Die konzeptionelle Ausrichtung des Jugendzentrums wird sich entsprechend ändern, Öffnungszeiten werden reduziert.
Was im Haus zurzeit angeboten wird und wie es dort künftig weitergehen kann, damit hat sich der Ausschuss für Kinder, Jugend, Senioren und Soziales am Mittwochabend befasst. Die Politik folgte letztlich der Beschlussempfehlung aus der Verwaltung.
Kein Sonntagscafé
So wird es ab Januar zunächst kein Sonntagscafé mehr geben. Die Öffnung von 15 bis 18 Uhr entfällt. Ob das Angebot ab Oktober 2018 durch die Jugendleiter wieder aufgenommen werden kann, ist noch nicht sicher und wird geprüft, so Fachbereichsleiter Hans-Hermann Tramann.
Nicht mehr zu halten ist mit der dünneren Personaldecke auch die durchgehende Öffnung des Jugendzentrums in Ferienzeiten. Die Mitarbeiter sind unter anderem auch in der Nachmittags-Grundschul-AG eingebunden, so dass Urlaubszeiten zu Schulzeiten nicht mehr möglich sind, erläuterte Tramann. Das hat zur Folge, dass das Jugendzentrum zwar in den Oster- und Herbstferien geöffnet bleibt, in den Sommerferien jedoch künftig zwei Wochen geschlossen wird. In den übrigen Ferienwochen im Sommer ist jeweils eine Woche mit reduzierter Personalbesetzung vorgesehen. In den Weihnachtsferien ist die Einrichtung – wie in den Jahren zuvor – ebenfalls geschlossen.
Beratungs- und Bildungsangebote werden nach dem im Ausschuss vorgestellten Konzept unverändert angeboten. Den personellen Möglichkeiten angepasst – sprich: gekürzt – werden Angebote aus den Bereichen Sport, Freizeit, Kreativwerkstatt, Hauswirtschaft und Veranstaltungen.
Freizeitpass gestrafft
Auch auf den Freizeit- beziehungsweise Ferienpass hat die Personalveränderung Auswirkungen: Das Jugendzentrum hat bisher viele Veranstaltungen für den Ferienpass organisiert und durchgeführt. Das wird, so Tramann, im bisherigen Umfang künftig nicht mehr umzusetzen sein. Die Gemeinde müsse daher versuchen, Angebote in kompakterer Form und mehr in Zusammenarbeit mit Vereinen und Gruppen zu organisieren.
Das Jugendzentrum leiten und organisieren künftig Kerstin Schlage-Pree und Anke Gerdes-Goroncy, die schon lange mit Dietmar Roth als Trio zusammenarbeiten. Roth gab im Ausschuss zu bedenken, dass das von der Verwaltung vorgestellte Konzept den Idealzustand mit einer zweiköpfigen Führung darstelle. Aber auch dort müsse man immer mal damit rechnen, dass es krankheitsbedingt zu Ausfällen kommen kann.
