SANDKRUG - Welchen Raumbedarf hat die Waldschule in Sandkrug in den kommenden Jahren? Diese Frage konnte auf der jüngsten öffentlichen Sitzung des Schul-, Bildungs- und Kulturausschusses, die am Donnerstag unter Vorsitz von Harry Viebrok im Rathaussaal in Kirchhatten stattfand, trotz längerer Diskussion nicht abschließend geklärt werden. Da aber ohne entsprechende Vorgaben der geplante „beschränkte formlose Ideenwettbewerb“ zur Umgestaltung eines Teiles der Schule unter vier Architekturbüros aus Oldenburg, Bad Zwischenahn und Wildeshausen nicht stattfinden kann, wurde die Thematik bis zur nächsten Sitzung des Fachausschusses vertagt.
Ein Teil der Schule, darin war man sich bereits im Juni einig, soll „zurückgebaut“, sprich abgerissen, werden. Man sollte sich vom „größten Schund“ verabschieden und ihn abreißen, so Viebrok.
Kommissarischer Schulleiter Michael Gehring und sein Vertreter Hans-Gerd Cordes formulierten die Raumwünsche: Die Zahl der Schüler (zurzeit 560) werde sich bei 500 einpendeln, die Zahl der Klassen bei 18 (Dreizügigkeit). Benötigt würden 21 Klassen- und vier Gruppenräume. Wünschenswert sei auch ein Technikraum für die Hauptschule. Wenn es zu einer Ganztagsschule komme, sei auch eine Mensa notwendig. Diese sollte am Rande liegen, ebenso wie ein Veranstaltungsraum als Ersatz für die abgängige Aula. Berücksichtigt werden müsse auch die mögliche Bildung einer Integrationsklasse.
Offen, so Ausschussmitglied Niels-Christian Heins, seien auch mögliche künftige Schulformen (Zusammenlegung Haupt- und Realschule, Kooperative Gesamtschule). Bürgermeisterin Elke Szepanski machte deutlich, dass der besagte Trakt auch aus Brandschutzgründen unbedingt saniert werden müsse. Der Kreis dränge darauf seit Jahren. Die bisherigen Pläne habe der Kreis weitgehend „abgenickt“. Bis zur nächsten Sitzung im November wird es eine neue Vorlage geben.
