SANDKRUG - Auf die Idee, eine Chronik über seine alte Schule zu machen, ist Heinz Priesmeyer gekommen, nachdem ihm vor einer Weile der Hausmeister Manfred Totzke einen Flyer in die Hand drückte, in dem die Stadt Oldenburg für ihr Kinderkurheim in Sandkrug warb. Dieses Prospekt ist schon etwas älter, das Landschulheim existiert nicht mehr. Denn in den Räumen dieses Heimes wird seit 1979 unterrichtet. Und eben diese Geschichte um die Entstehung der Grundschule Sandkrug, aber auch um die Entwicklung der Schule von der Zweizügigkeit bis hin zur Vierzügigkeit vollzieht die Chronik nach.

Heinz Priesmeyer, Mitglied des „Gründungskollegiums“ und zweiter stellvertretender Bürgermeister, hat Fotografien, Originalmanuskripte und Zeitungsartikel zusammengetragen und in einer rund 50-seitigen Chronik aufgearbeitet. „Besonderen Wert habe ich auf die Entstehungszeit der Schule gelegt“, sagt der im Januar in den Ruhestand getretene Lehrer. Und so erinnert er sich aus eigener Erfahrung an den ersten Schulleiter der Grundschule: Walter Oltmann.

Von der Gabe sehr angetan zeigt sich Schulleiter Gerhard Behrendt: „Dahinter steckt ganz viel Arbeit, vielen Dank!“ Mit Interesse blättert er die historischen Bilder und die zusammengetragenen Geschichten durch.

Priesmeyer hat das Arbeiten an der Chronik ernsthaft erst betrieben, seit er zum 1. Februar 2007 pensioniert wurde. Auch Behrendt hat das Projekt vorangetrieben und Material dafür zur Verfügung gestellt. „Besonders schwer war es, auf all dem alten Bildmaterial die Personen zu benennen“, sagt Priesmeyer. Doch tatkräftige Unterstützung bekam er von seiner Frau Ellen. „Wir sind beide sowas wie die letzten Mohikaner“, so der Pensionär. Denn die beiden haben fast die gesamte Zeit – seit Gründung der Schule – eben dort unterrichtet.

Dass die Chronik keine endgültige Fassung ist, zeigt auch die Aufmachung: Noch befindet sich die Geschichte der Schule in einem Ordner – leicht lassen sich Bilder und Informationen ergänzen. „Ich hoffe, darauf noch einige Informationen zusammentragen zu können und diese will ich dann noch einfügen“, sagt Priesmeyer.