SANDKRUG - Der alte „Geheimrat Oldenburg“ wird im Barneführerholz wieder aufleben. Dafür haben jetzt Schüler der Klassen 8 a und 8 b der Haupt- und Realschule Alexanderstraße in Oldenburg gesorgt. Die 25 Mädchen und Jungen nahmen vom 25. bis zum 28. Oktober an dem berufsvorbereitenden Projekt „Wald“ teil, um Einblicke in die Arbeitswelt zu bekommen, bevor im Januar das Betriebspraktikum ansteht.
Im Sandkruger Wald erfuhren die Projektteilnehmer, dass es sich beim „Geheimrat Oldenburg“ nicht um einen landesherrlichen Verwaltungsbeamten, sondern um eine schmackhafte Apfelsorte handelt, die 1897 an der damaligen Höheren Lehranstalt für Obstbau in Geisenheim, Rheingau, gezüchtet wurde und deren erste Früchte 1904 geerntet wurden.
An das Ernten ist in Sandkrug aber noch nicht zu denken. Erstmal galt es für die Schüler, über 35 Exemplare auf einer Streuobstwiese am Forsthaus fachgerecht einzupflanzen.
Nach vorherigen Berufserkundungen der 13- bis 16-Jährigen in Einzelbetrieben hatten die Lehrerinnen Sigrun Waltemathe und Corinna Mauch in Absprache mit dem Waldpädagogikzentrum der Niedersächsischen Landesforsten in Ahlhorn dieses Projekt vorbereitet, um den Schülern die vielfältigen Tätigkeiten eines Forstwirtes aufzuzeigen. Hier war Teamwork gefragt, bestätigte Förster Lutz Petershagen, der als Leiter des Waldpädagogikzentrums gemeinsam mit Revierförster Karl-Heinz Pelster, dem Forstwirtschaftsmeister Hubert Krogmann und Forstwirt Christoph Sievers das mehrtägige Projekt begleitet hat.
Was den Förstern anfangs wie ein bunter „Hühnerhaufen“ vorkam, hatte sich schnell in eine Arbeitsgruppe entwickelt, die sich sehr interessiert zeigte und kräftig anpackte.
