SANDKRUG - Eine Woche Arbeit in der Natur, bei Wind und Wetter – nicht unbedingt die Lieblingsbeschäftigung von Achtklässlern sollte man meinen. An der Waldschule Sandkrug haben die Jungen und Mädchen der Klasse 8H in den Wochen nach den Herbstferien trotzdem mit Feuereifer angepackt und eine 120 Meter lange und 1,5 Meter hohe „Benjes-Hecke“ aus abgeschnittenen Sträuchern errichtet. Entstanden ist das Projekt in Abstimmung mit dem Forstamt Ahlhorn und dem zuständigen Revierförster Karl-Heinz Pelster.
Weil der Bereich hinter der Schule seit dem Umbau von jüngeren Schülern in der Pause genutzt wird, musste eine klare Grenze zum dahinter liegenden Wald her, erklärte Schulleiter Stephan Piper. Die aus Totholz aufgeschichtete Hecke bildet künftig diese Grenze und wird vielen Tieren und Pflanzen als Lebensraum dienen. Lutz Petershagen vom Waldpädagogikzentrum des Forstamtes Ahlhorn verspricht: „Da wird man künftig interessante Bio-Stunden verbringen können.“ Schon in einem Jahr, ist sich der Förster sicher, werde sich viel Leben in der Hecke ausgebreitet haben.
Schulleiter Piper freut sich nicht nur über die klare Grenze an seinem Schulgrundstück, für die Klasse 8H hatte die Arbeit auch einen pädagogischen Hintergrund. „Durch die Arbeit an einem gemeinsamen Projekt sollte das Sozialverhalten und der Zusammenhalt in der Klasse gestärkt werden. Das hat geklappt, bestätigt Hausmeister Jürgen Dallmann, der das Projekt gemeinsam mit den Klassenlehrern Britta Kravagna, Olaf Wanke und Mitarbeiter Peter Vick begleitet hat. „Wenn mal einer abseits stand, haben die anderen ihn angetrieben.“
Auch ganz alltägliche Dinge haben die Schüler gelernt. „Nach einem Tag kamen alle in wetterfester Kleidung und mit festen Schuhen“, sagt Piper. Die von der Schule eigens angeschafften Arbeitshandschuhe wurden ebenfalls gerne getragen, die Schutzhelme waren dagegen unbeliebt. „Die tragen unsere Leute bei solchen Arbeiten aber auch nicht unbedingt, da besteht keine Gefahr von oben“, beruhigt Lutz Petershagen.
