SANDKRUG - Von der Schultredde aus ist kaum zu sehen, was in diesen Tagen im hinteren Bereich der Waldschule passiert. Von der alten Aula stehen nur noch Teile, ein großer Bagger sortiert Metall, Schutt und Holz auf unterschiedliche Haufen und in Container, bevor sich der Fahrer das nächste Stück Wand oder Decke vornimmt. Schnitte verlaufen durch den Betonboden, sie verhindern, dass sich Erschütterungen durch den Abriss auf die Gebäudeteile übertragen, die stehen bleiben.

Mit Beginn der Ferien hatten die Bauarbeiter freie Fahrt für die besonders lauten und schmutzigen Abschnitte der Sanierung. Im Moment werden die alte Aula und die hinteren Teile des Ostflügels abgerissen, an ihrer Stelle sollen die neue Mensa, eine Küche und neue Klassenräume entstehen. „Wir sind vollständig im Zeitplan. Der Winter hat sich auf die Bauarbeiten zum Glück nicht negativ ausgewirkt“, sagt Marianne Wentzel, Leiterin des Haupt-, Personal- und Schulamtes. Die Abrissarbeiten sollen nach den Sommerferien abgeschlossen sein, nach den Sommerferien 2011 können dann, wenn weiter alles klappt, die Bauarbeiter abziehen. Rund 1,3 Millionen Euro fließen in den aktuellen Bauabschnitt, inklusive der Ausstattung für die neue Mensa.

Die Schüler werden mindestens noch für ein Schuljahr teilweise in Containern unterrichtet, sagt Schulleiter Stephan Piper. Der erwartete Rückgang der Schülerzahlen ist bisher noch nicht eingetreten, durch die Einführung der IGS in Wardenburg bekommt die Waldschule im Schuljahr 2010/2011 sogar mehr Schüler als erwartet.

„Nur elf ehemalige Grundschüler aus Sandkrug wechseln nach Wardenburg, 25 oder 26 Wardenburger wechseln dagegen an die Waldschule. „Für uns ist das ein gutes Zeichen“, sagt Piper. „Es zeigt, dass offensichtlich viele Schüler zu uns wollen.“ Angesichts dieser Entwicklung sei aber nicht abzusehen, ob die Klassenräume im Schuljahr 2011/2012 ausreichen würden.