Sandkrug - Sicher zur Schule kommen – und das ganz ohne sich von den Eltern hinbringen zu lassen. Das ist das Prinzip vom Schulexpress, den es seit Montag an der Sandkruger Grundschule gibt.

An 13 Stationen im Umkreis der Grundschule am Sommerweg trafen sich am Montagmorgen die Schüler, um gemeinsam zu Fuß zur Schule gehen. Der Start verlief gut, so Organisator Stephan Behrens. „Die Kinder können sich morgens direkt bewegen und sich miteinander austauschen“, sagt Behrens. Viele würden noch mit dem Auto die kurze Strecke zur Schule gebracht werden, so Behrens. Und das bei 370 Grundschülern. „Am Anfang werden die Schüler noch von Eltern begleitet werden, später können sie den Weg alleine gehen.“ 

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Die Stationen vom Schulexpress

Insgesamt 13 Stationen hat der Schulexpress. Diese sind erkennbar durch blaue Schilder.

Die Stationen befinden sich An der Bahn auf der Höhe des Hauses 21, am Rosenweg Haus 59, am Tulpenweg Haus 11, am Elsterweg Haus 9, am Böhlenweg am Spielplatz, am Orchideenweg/Asternweg Haus 12, am Sommerweg gegenüber Lessingstraße Haus 136, am Sommerweg/Bogenweg Haus 103, am Sommerweg/Gartenweg am Stromkasten, an der Ringstraße Haus 19, an der Astruper Straße/Bümmersteder Straße bei „Fietsendiele“, am Hermelinweg/Schultredde und an der Bahnhofsstraße in Höhe „Fair-Kauf“.

Der Schulexpress fördert allerdings nicht nur die Bewegung der Schüler. Auch in Sachen Verkehrssicherheit und Umweltschutz punktet das Projekt. „Ich war heute Morgen überrascht wie wenig Autos an der Grundschule gefahren sind“, berichtet eine Mutter. „Die Straße ist sonst stärker befahren.“ Auch die neunjährige Sarah findet das Projekt gut. „Früher bin ich mit dem Fahrrad gefahren, jetzt gehe ich lieber mit den anderen zu Fuß“, erzählt sie.

Zum Start des Projektes organisierte die Schule einen großen Verkehrstag, bei denen die Grundschüler verschiedene Stationen durchliefen. An einer erklärte eine Mitarbeiterin vom Malteser die wichtigsten Schritte bei der Ersten Hilfe, an einer anderen prüften Polizisten die Fahrräder der Schüler. In der Turnhalle baute die ADAC-Stiftung eine mobile Ampel auf und zeigte wie man sicher über die Straße kommt. In Kleingruppen konnten die Kinder außerdem Straßenschilder und -geräusche kennenlernen.

Ein besonderer Höhepunkt waren die zwei großen Lastwagen, an denen die Polizei und Verena Nöll, Gründerin des Projekts Schulexpress, den Kindern die toten Winkel eines Lkws aufzeigte. Für viele Schüler sei Verkehrssicherheit gar nicht mehr so präsent, meint Nölle. „Es ist nicht mehr selbstverständlich das Kinder zu Fuß zur Schule gehen.“ Mit dem Schülerexpress soll dies nun in Sandkrug geändert werden.