SANDKRUG - 60 Beanstandungen bei 170 kontrollierten Schüler-Fahrrädern – das ist keine gute Bilanz einer Kontrolle der Polizei an der Grundschule in Sandkrug. Die Liste der Mängel ist lang: Kaputte Klingeln und Glühbirnen vorne und hinten, defekte Bremsen, fehlende Reflektoren an den Speichen. Gerade in der dunklen Jahreszeit ist der Schulweg mit einem solchen Rad gefährlich.

„Die Lehrer hatten den Schülern diese Kontrolle nicht angekündigt und sofort ist die Zahl der Beanstandungen höher als sonst“, stellt Oberkommissar Harald Brinkmann fest. „Licht und Bremsen sind ein Stück Sicherheit für die Kinder“, sagt er. „Das sollte im Vordergrund stehen, nicht der erhobene Zeigefinger der Polizei.“

Von selbst, so die Erfahrung der Beamten ist gerade Grundschulkindern die Bedeutung eines verkehrssicheren Rades nicht klar. „Da sind wirklich die Eltern gefragt“, betont Brinkmann und klagt: „Das Bewusstsein für die Sicherheit fehlt da offensichtlich bei einigen.“

Kontrolliert wurden besonders auch die Reflektoren. Die muss es sowohl vorne und hinten, als auch an den Seiten geben. Auch der Polizei ist klar, dass gerade die Reflektoren in den Speichen sich schnell und unbemerkt verabschieden können. Als haltbare Variante empfehlen die Beamten Reifen mit reflektierender Seitenwand.

Für Fahrräder ohne Mängel gab es eine kleine Plakette zum Aufkleben. Alle Kinder deren Drahtesel nicht verkehrssicher waren, bekommen diese Plakette erst, wenn sie ihren Lehrern das reparierte Rad vorgeführt haben.

Und noch ein Problem stellten die Polizisten bei vielen Rädern fest: Zu wenig Luft auf den Reifen. „Das ist kein Sicherheitsproblem“, sagt Brinkmann, „aber das Treten wird natürlich viel schwerer.“