SANDKRUG - Lachend hüpft Emile Heimburger in einer Gruppe von Sechstklässlern der Waldschule umher, im nächsten Moment ist das Gesicht der 28-Jährigen schmerzverzerrt, sie reibt sich den Kopf oder hält sich den Bauch. „Je suis content“ – „Ich bin fröhlich“ oder „Je suis malade“ – „Ich bin krank“ sagt sie dazu. Den Jungen und Mädchen, die diese Übung gleich darauf nachmachen, fällt es nicht ganz leicht, dabei ernst zu bleiben – aber die Sätze und ihre Bedeutung vergessen sie vermutlich nicht mehr.

Emile Heimburger lenkt das „France Mobil“ durch den Nordwesten. In dem bunt beklebten Auto fährt sie von Schule zu Schule, um Kindern die französische Sprache und Kultur zu vermitteln. Seit 2002 gibt es die Initiative der Kulturabteilung der Französischen Botschaft und der Robert Bosch Stiftung, die nicht nur Kindern zeigen soll, dass es nicht schwierig ist, französisch zu lernen und die das Image einer „Sprache der Elite“ abbauen soll.

Französischlehrerin Mara Uphoff, erst seit diesem Schuljahr an der Waldschule, hat das France Mobil an die Schule geholt – und damit offensichtlich einen Volltreffer gelandet. Den Mädchen und Jungen macht das Lernen unter der Anleitung der jungen Frau, die in Bremen lebt und aus der Nähe von Paris stammt, offensichtlich viel Spaß. Auch der elfjährige Christoph aus dem Wahlpflichtkurs Französisch findet den Unterricht mit Emile Heimburger toll. „Von einer echten Französin lernt man auch den richtigen Akzent“, sagt er. „So könnte der Unterricht ruhig öfter sein.“ .

Mehr Infos unter www.institut-francais.fr/francemobil/