SANDKRUG - Die Orientierung in den Osenbergen ist für Radfahrer und Fußgänger mehr als schwer. Zu dem Ergebnis kam eine Studentengruppe der Jade-Hochschule (früher FH) in Oldenburg. Die Studenten Ole Roggenbuck und Christian Jepping stellten die Ergebnisse in Sandkrug auf Einladung der SPD- und FDP-Ratsfraktionen vor. Sie haben sich ein Semester im Seminar von Prof. Dr. Carola Becker, Professorin für Umweltplanung, mit den Osenbergen und dem Waldpark beschäftigt. Das Ziel der Untersuchung: „Die Geschichte erkunden, eine Bestandsaufnahme machen und herausfinden, wie die Region als Naherholungsgebiet attraktiv gemacht werden kann“, sagte Christian Jepping.

Das Ergebnis betrachteten die anwesenden Ratsmitglieder mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Denn die Wissenschaftler bestätigten die Auffassung vieler im Rat, „dass Sandkrug mit den Osenbergen über etwas Einzigartiges verfügt“, die touristische Erschließung des Gebiets aber noch nicht ausgereift ist. Denn: Die Studentengruppe radelte durch den Wald. Ihr Fazit: „Die Orientierung fällt schwer. Oft wussten wir gar nicht, wo wir langfahren sollen“, so Ole Roggenbuck. An manchen Orten seien gar zwei Schilder, die in verschiedene Richtungen weisen, angebracht gewesen. Außerdem würden Trampelpfade für Verwirrung sorgen.

Carola Becker forderte die Verwaltung zum Handeln auf: „Trampelpfade schaden dem Gebiet. Eine Nutzungslenkung ist wichtig, es muss klar sein, wo Besucher laufen sollen, und wo lieber nicht.“

Bürgermeisterin Elke Szepanski versprach: „Das Problem ist uns bekannt, und wir arbeiten bereits daran. Die meisten Schilder sind überarbeitet worden.“ Das bestätigte Horst Rosenow, bei der Verwaltung für Touristik und Wirtschaftsförderung zuständig: „Gut zwei Drittel der Ausschilderung von Hunte-Radweg und Wanderwegen haben wir neu gemacht.“

Weiterer Vorschlag der Studenten: die Schaffung von Lehr- und Märchenpfaden in den Osenbergen. Elke Szepanski sagte: „Wir nehmen die Anregungen auf, vieles kann aber nicht auf die Schnelle umgesetzt werden. Wir hoffen darauf, ins Dorferneuerungsprogramm aufgenommen zu werden, dann ist vielleicht noch etwas mehr möglich.“

Außerdem kritisierten die Wissenschaftler die Homepage von „Hatten Touristik“. Auch hier wurde Besserung versprochen: „Wir sind bereits dabei“, sagte die 1. Vorsitzende Ines Kieselhorst.