SANDKRUG - SANDKRUG/ld Eine enge Zusammenarbeit der Büffelfarm Hatten mit der Brandenburgisch Technischen Universität (BTU) Cottbus in Sachen „Landschaftspflege mit Megaherbivoren“ ist jetzt vereinbart worden. Mit Megaherbivoren sind große Pflanzenfresser gemeint, zu denen auch die Wasserbüffel gehören, die seit fast einem Jahrzehnt in Hatten grasen. Diese wissenschaftliche Begleitung ist von den Züchtern dieser Tiere mit dem Sandkruger Peter Biel an der Spitze schon von Anfang an angestrebt worden. „Insbesondere Professor Dr. Hilmar Zeigert aus Oldenburg hat mit seiner wissenschaftlichen Vorarbeit und Begleitung zahlreicher Projekte der Büffelzucht in Deutschland dem Einsatz dieser Tiere für den Landschafts- und Naturschutz in Deutschland die entscheidenden Impulse gegeben“, betonte Biel und bedauerte gleichzeitig, dass sich aufgrund seiner Erkrankung der ehemalige Präsident des Deutschen Büffelverbandes nicht mehr aktiv in die Arbeit einbinden kann. „Deshalb begrüße ich

es außerordentlich, dass Dr. René Krawczynski von der Uni Cottbus sich bereit erklärt hat, unser Engagement für den Einsatz der Wasserbüffel in der Landschafts- und Biotoppflege zu begleiten und die Effizienz auch bei gemeinsamen Projekten wissenschaftlich zu belegen.“

„Wasserbüffel haben noch ein sehr großes Potential in der Landschaftspflege“, sagte Krawczynski jetzt bei seinem Besuch in Sandkrug. „Aber leider wurden sie bisher zu wenig berücksichtigt. Deshalb liegen auch noch keine gesicherten Forschungsergebnisse zu ihrem Einfluss auf die Umwelt vor. Der Lehrstuhl Allgemeine Ökologie der BTU möchte diese Lücke in einer engen Kooperation mit der Büffelfarm schließen.“

Dies sei besonders vor dem Hintergrund des Klimawandels, der auch in Brandenburg für verschlechterte Bedingungen in der konventionellen Rinderhaltung führen werde, dringend notwendig. Der Wissenschaftler ist davon überzeugt, dass die Wasserbüffel eine ökonomisch reizvolle Alternative darstellen und lobte die Initiative der Sandkruger Büffelzüchter.

Auf der zweitägigen Fachtagung der Alfred-Toepfer-Akademie für Naturschutz am 10. und 11. September in Camp Reinsehlen bei Schneverdingen, zu der die Büffelfarm Hatten eingeladen wurde, wird der Wasserbüffel erstmals gemeinsam von Büffelfarm und Uni dargestellt.

Als absolut richtig bezeichnete es Krawczynski, die Erprobung der Wasserbüffel in Deutschland durchzuführen. Nur so lasse sich die ganze Bandbreite für den hiesigen Naturschutz unzweifelhaft nachweisen. Auch Jörg-Andreas Krüger (NABU-Fachbereichsleiter Naturschutz/Umweltpolitik aus Berlin), sieht für Projekte und Flächen, die eine bestimmte Fragestellung und Problematik behandeln, gute Lösungsansätze.