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Jäger arbeiten am pädagogischen Profil

HERGEN SCHELLING

SCHIERBROK - 70 Kinder hatten sich angemeldet, doch nur die Hälfte davon erschien am Sonnabend tatsächlich zur Bildungsveranstaltung des Deutschen Jagdschutz-Verbandes in Schierbrok. „Viele sind wohl doch lieber ins Freibad gegangen“, mutmaßte Heiko Pape von der Kreisjägerschaft angesichts des Wetterumschwungs. Halb so schlimm, denn das Heranführen von Kindern an Wild und Wald war am Sonnabend gar nicht der eigentliche Anlass der Veranstaltung in Schierbrok.

Viel mehr im Blickpunkt standen Pape selber und ein gutes Dutzend Kollegen aus Niedersachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen: lauter Jäger, die seit Jahren unter dem Motto „Lernort Natur“ Kinder und Jugendliche für Flora und Fauna zu sensibilisieren versuchen. Ihnen wurde bei der Führung im Stenumer Wald von erfahrenen Fachreferenten des DJV über die Schulter geschaut. „Für uns ist das hier zwar keine Prüfung, aber eine hilfreiche Fortbildung“, meinte Pape.

„Train the trainer“ nennt das Ralf Pütz, der Bildungsreferent des Jagdschutzverbandes. Die sogenannte „Waldpädagogik“ – Natur- und Umweltbildung durch Jäger – sei mittlerweile eine anerkannte außerschulische Maßnahme, erklärt Pütz. „Aber die Schulen erwarten von uns Jägern mehr und mehr auch einen pädagogischen Anspruch.“ Auf diesem Gebiet sei durch Schulungen noch allerhand zu verbessern.

Zudem sei der Verband bemüht, so Pütz, mit dem „Lernort Natur“ noch weitere Zielgruppen zu erreichen: In Grundschulen und Kindergärten gehören die Unterrichtseinheiten der Jägerschaft beinahe schon zum Standard – „aber wir wollen verstärkt auch an die weiterbildenden Schulen“, sagt Pütz. Behindertenpädagogik gehöre ebenfalls ins Programm.

Es gehe dabei nicht um Nachwuchsarbeit für die Jägerschaft, betonte der DJV-Bildungsreferent, alleiniges Ziel sei eine verbesserte Umweltbildung. „Wir informieren natürlich auch über die Jagd und warum sie notwendig ist“, ergänzt Pütz.

Das und noch viel mehr erfuhren die knapp 40 Kinder aus den Grundschulen Schierbrok, Bookholzberg und Hude am Sonnabend im Stenumer Wald in vier Themenbereichen: Mit Tierverhalten, dem Einsatz der Sinne, Spuren- und Fährtenlesen sowie dem Erkennen von Bäumen wurden sie vertraut gemacht. Mindestens genau so aufmerksam wie die Schüler verfolgten die Referenten des DJV die Arbeit der „Lernort-Natur“-Aktiven. Am Abend fand dann die Analyse statt. Und so dürften neben den Kindern auch Heiko Pape und seine Mitstreiter an diesem Tag wieder etwas dazugelernt haben.

Eines der größten Umweltbildungs-projekte in Deutschland

„Lernort Natur“,

die Bildungsinitiative des Deutschen Jagdschutz-Verbandes (DJV), ist mit bundesweit 1100 speziell geschulten Jägern eines der größten Umweltbildungs-Projekte in Deutschland. Es besteht seit 17 Jahren. Mehr als 150 000 Kinder entdecken auf diese Weise Jahr für Jahr den Abenteuerspielplatz Natur für sich neu.

Der Kreisjägerschaft

Delmenhorst/Oldenburg-Land steht für ihre Bildungsaktionen seit 2005 ein Infomobil zur Verfügung. Diese „rollende Waldschule“ fährt regelmäßig in Grundschulen und Kindergärten vor. „Ohne die große Unterstützung der Schulen wäre das aber nicht möglich“, dankte der Vorsitzende der Kreisjägerschaft, Helmuth Blauth, in Schierbrok den Schulleitern und Lehrkräften im Kreisgebiet.

Die Fortbildung

in Schierbrok ist an diesem Montag auch im Fernsehen zu sehen: Der Sender RTL zeigt um 18 Uhr in seinem Regionalprogramm einen Beitrag.

70 Kinder hatten sich angemeldet, doch nur die Hälfte davon erschien am Sonnabend tatsächlich zur Bildungsveranstaltung des Deutschen Jagdschutz-Verbandes in Schierbrok. „Viele sind wohl doch lieber ins Freibad gegangen“, mutmaßte Heiko Pape von der Kreisjägerschaft angesichts des Wetterumschwungs. Halb so schlimm, denn das Heranführen von Kindern an Wild und Wald war am Sonnabend gar nicht der eigentliche Anlass der Veranstaltung in Schierbrok.

Viel mehr im Blickpunkt standen Pape selber und ein gutes Dutzend Kollegen aus Niedersachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen: lauter Jäger, die seit Jahren unter dem Motto „Lernort Natur“ Kinder und Jugendliche für Flora und Fauna zu sensibilisieren versuchen. Ihnen wurde bei der Führung im Stenumer Wald von erfahrenen Fachreferenten des DJV über die Schulter geschaut. „Für uns ist das hier zwar keine Prüfung, aber eine hilfreiche Fortbildung“, meinte Pape.

„Train the trainer“ nennt das Ralf Pütz, der Bildungsreferent des Jagdschutzverbandes. Die sogenannte „Waldpädagogik“ – Natur- und Umweltbildung durch Jäger – sei mittlerweile eine anerkannte außerschulische Maßnahme, erklärt Pütz. „Aber die Schulen erwarten von uns Jägern mehr und mehr auch einen pädagogischen Anspruch.“ Auf diesem Gebiet sei durch Schulungen noch allerhand zu verbessern.

Zudem sei der Verband bemüht, so Pütz, mit dem „Lernort Natur“ noch weitere Zielgruppen zu erreichen: In Grundschulen und Kindergärten gehören die Unterrichtseinheiten der Jägerschaft beinahe schon zum Standard – „aber wir wollen verstärkt auch an die weiterbildenden Schulen“, sagt Pütz. Behindertenpädagogik gehöre ebenfalls ins Programm.

Es gehe dabei nicht um Nachwuchsarbeit für die Jägerschaft, betonte der DJV-Bildungsreferent, alleiniges Ziel sei eine verbesserte Umweltbildung. „Wir informieren natürlich auch über die Jagd und warum sie notwendig ist“, ergänzt Pütz.

Das und noch viel mehr erfuhren die knapp 40 Kinder aus den Grundschulen Schierbrok, Bookholzberg und Hude am Sonnabend im Stenumer Wald in vier Themenbereichen: Mit Tierverhalten, dem Einsatz der Sinne, Spuren- und Fährtenlesen sowie dem Erkennen von Bäumen wurden sie vertraut gemacht. Mindestens genau so aufmerksam wie die Schüler verfolgten die Referenten des DJV die Arbeit der „Lernort-Natur“-Aktiven. Am Abend fand dann die Analyse statt. Und so dürften neben den Kindern auch Heiko Pape und seine Mitstreiter an diesem Tag wieder etwas dazugelernt haben.

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