Schierbrok - Sind die Lehrer nett? Welche Fächer gibt es? Hat das Gymnasium ein Schul-Haustier? – Diese und viele andere Fragen stellten Viertklässler aus der Grundschule Schierbrok Schülern aus dem sechsten Jahrgang des Gymnasiums Ganderkesee. In einer Sternfahrt machten sich am Donnerstag Gymnasiasten zu Grundschulen im Einzugsgebiet auf und stellten ihren Schulalltag vor.
Die elf und zwölf Jahre alten Schüler aus der 6d hatten einen Film über ihre Schule gedreht. Die Viertklässler erfuhren, wie der Lateinunterricht abläuft und dass die Lehrer auf dem Gymnasium mit „Sie“ angesprochen werden. Auch ihren Schulhof mit den Spielgeräten und den „Coffee Jungle“ zeigten die Großen den Kleinen. „Unsere Schule ist toll, aber es ist ein bisschen schwer, sich zurechtzufinden“, sagte einer der Sechstklässler.
In einem Quiz beantworteten die Kinder aus der 4a und der 4c Fragen zum Film. Anschließend versammelten sich Grundschüler und Gymnasiasten in kleinen Gruppen um Keksteller. In den Runden konnten die Grundschüler im Gespräch mit den älteren Jungen und Mädchen fragen, was sie beschäftigt. Von Gymnasiastin Rieke und ihren Mitschülerinnen etwa wollten sie wissen, ob es an der Schule Fische oder ein Schul-Haustier gibt.
Die Kinder in der Gruppe des zwölfjährigen Lennart fragten, wie viele Schüler das Gymnasium hat und welche Räume es dort gibt. Der Sechstklässler kann sich noch gut an seinen eigenen Start Am Steinacker erinnern: „Es war komisch, weil die Schule so riesig ist“, sagte er.
Auch Ute Aschemann, Klassenlehrerin der 4c in Schierbrok, kennt die Fragen, die die Kinder vor dem Schulwechsel umtreiben. „Sie beschäftigt, dass sie in der weiterführenden Schule wieder die ganz Kleinen sind“, nannte sie ein Beispiel. Viele interessiere auch, ob es an den anderen Schulen saubere Toiletten gebe.
Etliche Fragen konnten bereits bei einem Schnuppertag an der Oberschule Bookholzberg beantwortet werden. Der Besuch sei toll vorbereitet worden, sagte Ute Aschemann. Besonders interessant seien die Fachräume gewesen, in denen die Kinder Chemie- und Textilunterricht hatten. „Der Besuch hat ganz viele Ängste genommen.“
Lehrerin Helen Weiland vom Gymnasium weiß ebenfalls, dass die größere Zahl an Räumen und Lehrkräften sowie die neuen Fächer anfangs verwirrend sein können. Doch wenn die Kinder ans Gymnasium wechseln, erwarten sie dort Angebote, die ihnen beim Einleben helfen sollen: Es gebe Orientierungstage und eine Schulrallye, sagte die Klassenlehrerin der 6d. „Man kann jeden fragen. Es gibt viel Unterstützung, auch von älteren Schülern.“
Nach Angaben von Grundschullehrerin Ute Aschemann müssen sich die jetzigen Viertklässler im Mai bei den weiterführenden Schulen anmelden.
