SCHIERBROK - Das wird ordentlich was in die Kassen spülen. Rund 200 Grundschüler haben sich am Freitag in Schierbrok fast die Lunge aus dem Leib gelaufen. Ihr Ziel: Mit dem Gerenne wollten sie möglichst viel Geld verdienen, damit die Neugestaltung des Spielplatzes bald in Angriff genommen werden kann.
Und da hat sich die Schule einiges vorgenommen: „Wir wollen nicht nur Spielgeräte“, erläutert Rektorin Karin Rohde. „Wir wollen die Landschaft gestalten. Das wird ein Lernraum für Kinder.“ In dem „natürlich“ gespielt werden kann: Gedacht ist an einen Klettergarten, Wasserspielen, Ruhezonen sowie Hügel mit Tunnel und Rutsche.
Bereits vor drei Jahren hatte Rohde bei der Gemeinde einen Antrag auf 40 000 Euro für einen neuen Spielplatz gestellt. Da daraus bis jetzt nichts geworden ist, haben die Eltern das Heft in die Hand genommen. „Das ist ein Projekt der Eltern“, betont die Schulleiterin. Gemeinsam mit dem Fachleiter Sport, Heiko Buchholz, und dem Förderverein wurden konkrete Pläne erstellt und Förderanträge gestellt. Obwohl die Gemeinde 15 000 Euro zugesagt habe, fehlt noch Geld, so Rohde.
Mit dem Sponsorenlauf wird die Schule selbst auch einen eigenen großen Beitrag leisten. Schon die Erst- und Zweitklässler, die am Freitagmorgen als erste auf die 500 Meter langen Runden gelassen wurden, zeigten sich ausdauernd: Einzelne Schüler hatten am Ende 27 Stempel auf ihren Kontrollkarten. So mancher Sponsor – zumeist Eltern, Großeltern und Bekannte, die sich vorab zur Zahlung eines bestimmten Betrags je Runde verpflichtet hatten – dürfte angesichts der Ausdauer tief in die Tasche greifen müssen. Nicht weniger einträglich waren die Dritt- und Viertklässler unterwegs: Bei ihnen schafften einzelne Schüler sogar 31 Runden.
Immerhin 17 Runden hat Anastasia aus der 2a geschafft. Und die Siebenjährige weiß schon, worauf sie sich am meisten freut: „eine ganz lange Rutsche.“ Dafür wollte kurze Zeit später Zeinab (9) aus der 3a „so lange laufen, bis es nicht mehr geht“ – und das, obwohl sie schon bei den jüngeren einige Runden mitgelaufen war – ohne Wertung.
Auch wenn der Kassensturz noch aussteht, ist sich Karin Rohde sicher: „Das war ein toller Erfolg!“
