Bürstel - Freudig stürmten die Kinder in die Schulklasse. Einige griffen sofort zur kleinen Schreibtafel. Die anderen wollten der Lehrer mit dem Zeigestock sein. Die Schulklasse aus der Nachkriegszeit war für viele Besucher einer der Höhepunkte in der Bürsteler Heimatstube.
Um die 200 Besucher kamen zum Tag der offenen Tür am Sonnabend in die Alte Schule in Bürstel. Zehn Mitglieder des Orts- und Heimatvereins Ganderkesee übernahmen einzelne Führungen. Die Ehrenamtlichen beantworteten auch Fragen zu den Exponaten.
Große Aufmerksamkeit erfuhren auch die „olen Handwerker“, drei Handwerker, die traditionelle Schmiedekunst, Drechslerarbeiten und Seilherstellung vorführten. Sie waren ständig von neugierigen Besuchern umlagert.
„Die Handwerker sind sehr gut angekommen. Es war gut, dass wir sie angeheuert haben“, bilanzierte Günter Fleischer, Vorsitzender des Orts- und Heimatvereins Ganderkesee. Er war sich sicher, dass die Zusatzaktion viele Leute angezogen hat. „Ich freue mich, dass wir mehr Besucher hatten, als im vergangenen Jahr“, so der Verantwortliche für die Heimatstube.
Kinder, Eltern und Großelterngeneration erkundeten die verschiedenen Themenzimmer in der Heimatstube. Besonders die Büromaschinen, Telefone mit Wählscheibe und alte Bilder aus der Schule von vor 50 Jahren faszinierten die Gäste. „Die Besucher interessierten sich für alle Bereiche“, freute sich der Vorsitzende des Orts- und Heimatvereins Ganderkesee.
Die Schumacherwerkstatt wurde ebenfalls neugierig erkundet. Auch im Nähzimmer, einer guten Stube, einer Küche, einem Waschraum gab es viel zu entdecken. „Wir haben häufig die Rückmeldung bekommen, dass Besucher, die das erste Mal hier durch die Räume gingen, von der Vielzahl der Exponate überrascht waren. Immer wieder gab es Lob für die schöne Gestaltung“, so Fleischer stolz.
Für die jüngeren Besucher war auch gesorgt. Sie konnten sich auf der NWZ -Hüpfburg so richtig austoben. Draußen vor dem Spieker war Platz zum Sitzen und Klönen. Und natürlich, um sich zu stärken. Die Frauen des Orts- und Heimatvereins Ganderkesee hatten dafür Kaffee, Tee und selbst gebackenen Kuchen vorbereitet. „Von den 14 Kuchen und Torten ist nichts mehr übrig geblieben“, so Fleischer.
„Wir sind mit der Resonanz sehr zufrieden. Der ganze Verein freut sich über das große Interesse an unserer Heimatstube. Es war ein schöner, geselliger Nachmittag“, findet Günter Fleischer.
