Thüle - Sehr viel verändern wird sich ihr Alltag nicht. Denn kommissarisch ist Sabine Rolfes ihren kommenden Aufgaben bereits seit fast einem Jahr nachgekommen. Seit diesem Freitag darf sich die 41-Jährige nun offiziell Schulleiterin der Grundschule Mittelsten-Thüle nennen.
Karl-Heinz Book von der Landesschulbehörde war es „eine ganz besondere Freude“, ihr die Ernennungsurkunde zu übergeben. Denn an vielen Schulen können die Leiterstellen mangels Bewerbern seit Jahren nicht besetzt werden. Umso mehr freute er sich über eine Schulleiterin, die in ihren Bewertungen vor allem für die Gabe des Zuhörens gelobt worden war. Book wünschte Rolfes weiterhin, „dass Ihr Ohr immer groß ist“ für die Gespräche mit den Eltern und natürlich für die Bedürfnisse der Kinder.
Zufrieden mit der Stellenbesetzung zeigte sich auch Bürgermeister Sven Stratmann, bevor er noch ein wenig Schulpolitik zum Thema machte. Die Schullandschaft stehe auf dem Prüfstand, die Diskussion um die Schließung kleiner Grundschulen sei ihm bekannt. „Aber unter den Kleinen ist Thüle noch eine der Größeren“, beruhigte er sogleich. „Und in kaum einer anderen wird die Gemeinschaft so gelebt, wie hier.“
Rolfes ist bereits seit 15 Jahren an der Schule. Sie übernimmt den Posten von Elsbeth Hömmken, die bereits Anfang des Jahres ausschied und ihrer Nachfolgerin zur Einführung „Geduld und Kraft für Erneuerung“ wünschte.
Konkrete Vorstellungen bringt Rolfes auf jeden Fall mit. „Wir wollen uns auf den Weg machen, auch diese Schule zur Ganztagsschule auszubauen“, formulierte die Schulleiterin ein Ziel. Auch die Qualifizierung des Kollegiums für Inklusion steht auf ihrer Agenda.
