SCHORTENS - Mit gegenseitigen Hospitationen an der Realschule Schortens und an den Schortenser Grundschulen haben etliche Lehrkräfte jetzt zwei Wochen lang ihre Schulformen „gewechselt“ und den Unterricht an der jeweils anderen Schule kennen gelernt. Hintergrund ist ein besserer Start für Schortens’ Grundschüler an der weiterführenden Schule.
Nach dem Wegfall der Orientierungsstufe ist den Realschullehrern das Arbeits- und Sozialverhalten ihrer künftigen Fünftklässler bislang noch fremd – das soll sich mit den Besuchen an der Grundschule ändern, so die Leiterin der Schortenser Realschule, Marion Gerdes-Ufken. Vor wenigen Jahren noch hatten die meisten Realschullehrer, die zudem auch an der OS unterrichteten, schon eine Zeit lang mit den Schülern zu tun, die später die Realschule besuchten. Der Wechsel von der Grundschule direkt auf die weiterführende Schule mache laut Gerdes-Ufken aber eine intensivere Zusammenarbeit mit den sieben Grundschulen in Schortens notwendig.
„Die Übergangsprobleme müssen gelöst werden“, so die Schulleiterin. Gerdes-Ufken regte an, dass die Grund- und Realschullehrer mit Hospitationen die Arbeit ihrer Kollegen kennen lernen sollten und traf damit bei der Leiterin der Grundschule Glarum, Renate Windscheid, auf offene Ohren. Beide organisierten die ersten Hospitationen.
Inzwischen ist die Zusammenarbeit so weit gediehen, dass ein erarbeitetes Konzept in den nächsten vier Jahren die Zufriedenheit mit dem Übergang um 50 Prozent steigern soll. Ehrgeiziges Ziel ist, dass für die Fünftklässler nur noch der Schulweg zur Realschule etwas Neues sein wird, nicht aber die Inhalte und Methoden der Fächer oder der Umgang miteinander.
