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Bildung Schulen läuten Ende der Kreidezeit ein

SCHORTENS - Rund 720 Schüler zählt die Integrierte Gesamtschule (IGS) Friesland in Schortens bereits – hinzu kommen die Schüler der in zwei Jahren endgültig ausgelaufenen Haupt- und Realschule, die am IGS-Schulstandort an der Beethovenstraße nach den Sommerferien nur noch mit dem Jahrgang 9 und 10 vertreten ist. Alles in allem werden am Standort Beethovenstraße zum neuen Schuljahr mehr als 1000 Kinder und Jugendliche unterrichtet – und die benötigen eine entsprechende Anzahl und Ausstattung an Klassen- und Fachräumen.

Hohe Investitionen

Nicht viel anders ist die Situation am Schulzentrum am Falkenweg in Sande, das nach den Ferien knapp 500 Schüler zählt. Dort ist im vorigen Jahr mit dem neuen Jahrgang 5 die Oberschule Sande gestartet (die

NWZ

  berichtete) und auch in Sande ist die am Falkenweg angesiedelte Haupt- und Realschule in wenigen Jahren passé. Die Oberschule wächst von unten jahrgangsweise auf – was die Schule schon bald vor große räumliche Probleme stellt.

„Wir arbeiten daran“, erklärte Frieslands Schulamtsleiter Stefan Thöle, der sich mit dem Leiter des Gebäudemanagements beim Landkreis Friesland, Bernd Janzen, den Fortschritt der Umbau- und Modernisierungsarbeiten an den weiterführenden Schulen im Kreisgebiet angesehen hat.

Auch in diesen Sommerferien wird die Zeit genutzt, neue Fach- und Klassenräume, Lehrerzimmer oder auch die Schulverwaltung umzubauen, zu modernisieren und den Erfordernissen anzupassen. Dazu gehören auch so genannte Whiteboards, interaktive Tafeln, die in den Klassenräumen das Ende der Kreidezeit eingeläutet haben.

An der IGS in Schortens sind bis 2018 Investitionen in Höhe von 5,2 Millionen Euro vorgesehen; Für 600 000 Euro ist 2010 bereits eine Mensa entstanden, weitere 700 000 Euro wurden voriges Jahr in Fach- und Klassenräume investiert. In diesem Jahr sind für die IGS 660 000 Euro eingeplant, erklärt Thöle. „In den kommenden vier Wochen wird davon die Verwaltung umgebaut, entstehen Räume für die neue Jahrgangsstufe 5 und wird ein so genanntes Sheddach saniert“, erläutert Bauleiter Ünal Alpaslan vom Landkreis Friesland.

Ab August 2014 ist die IGS mit den Jahrgängen 5 bis 10 und rund 1100 Schülern voll aufgewachsen. Doch für den 2015 folgenden ersten Jahrgang der Oberstufe der IGS ist an der Beethovenstraße kein Platz mehr: Die Oberstufe wird, so sind die Pläne, an den Mühlenweg umziehen; der Standort des Mariengymnasiums in Schortens wird dann wieder aufgelöst und in Jever konzentriert.

Ihre räumlichen Kapazitäten ausgeschöpft hat bald auch die Oberschule Sande. „Dieses Jahr kommen wir noch gut durch den Engpass“, so Thöle. Der Schulamtsleiter deutete Gespräche mit der Gemeinde Sande an, die am anderen Ende des Schulhofs der Oberschule Träger der Grundschule Sande ist.

Hilfe durch Grundschule

„Wir wollen für die Oberschule Sande keine Containerlösung und keinen Anbau“, sagte Thöle. Er wolle mit der Gemeinde „interkommunal zusammenarbeiten“ und überlegen, wie die inzwischen überdimensionierte Grundschule, die nur noch etwa 130 Kinder besuchen, gemeinschaftlich genutzt werden kann. Im Bestand der Oberschule sei das Ende der Fahnenstange erreicht.

In den Sommerferien werden an der Oberschule Sande rund 300 000 Euro investiert, erklärte der zuständige Bauleiter Peter Fokken vom Landkreis Friesland. Das Geld fließt in Umbau- und Erweiterung der Werkräume und in den Musikraum, in dem auch Einzelunterricht möglich sein wird. Wie berichtet, startet die Oberschule nach den Ferien mit einer neuen Musikklasse.

NWZ

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Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever
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