SCHORTENS/FRIESLAND - Der Landkreis Friesland hat am Donnerstag ein neues Kapitel in seiner Schulgeschichte aufgeschlagen: In Schortens hat die in den Räumen der Hauptschule neugegründete Integrierte Gesamtschule (IGS) Friesland den Unterricht aufgenommen.
Bei einer Feierstunde in der Turnhalle hießen der kommissarische Schulleiter Wolfgang Ernstorfer, Landrat Sven Ambrosy, Birthe Flathmann als Vorsitzende des jungen Schul-Fördervereins sowie Volker Beier als Vertreter der Landesschulbehörde die ersten 180 Fünftklässler an der neuen Schule willkommen. Für Show-Einlagen sorgten dabei Schüler der IGS aus Wilhelmshaven.
Fünf Monate Aufbauzeit
Gut zwei Jahre lang wurde um den Aufbau einer IGS Friesland politisch gestritten, auch die Frage nach dem richtigen Standort war lange Thema von Diskussionen. Zuletzt sorgte das Losverfahren bei manchen Eltern für Unmut: Weil mehr Kinder angemeldet wurden als die Schule aufnehmen kann, wurden die Schuleinzugsbereiche neu zugeschnitten und werden die neuen Haupt- und Realschüler aus Schortens künftig in Sande beschult.
All das war bei der Feierstunde zum Start der IGS Friesland allerdings kein Thema mehr: Die Freude, dass es nun endlich losgeht, stand im Mittelpunkt aller Beiträge. Der Dank der Redner galt vor allem der aus engagierten Eltern und erfahrenen Pädagogen zusammengesetzten Planungsgruppe, die innerhalb von nur fünf Monaten die Schule konzipiert und auf den Weg gebracht hat.
Dass innerhalb dieser kurzen Zeit noch nicht alles rund laufen könne und im Schulgebäude in den kommenden Wochen noch manche Baustelle abgearbeitet werden müsse das geht nicht allein der neuen IGS so. Wegen der Mittel aus dem Konjunkturpaket haben die Handwerker momentan alle Hände voll zu tun, überall werden noch Dächer saniert, Wände isoliert und Heizungen erneuert, sagte Sven Ambrosy. Die Unterrichts- und die Fachräume seien fertig gestellt und bis zum Herbst werden auch die Gruppenräume und die Mensa fertig sein, dann gibt es hier eine richtige Party, kündigte Ambrosy an.
Volker Beier bedauerte mit Blick auf die Anmeldungen, dass an diesem besonderen Schul-Tag nicht alle dabei sein können, die gern dabei sein wollten. Beier sprach von 100-prozentiger Unterrichtsversorgung, die für die IGS gewährleistet sei. 14 Lehrkräfte, darunter fünf teilabgeordnete Pädagogen von anderen Schulen, gehören zum Startpersonal im ersten IGS-Jahrgang.
Wir haben für diese Schule gute Ausgangsbedingungen geschaffen, sagte Beier und appellierte an Schüler, Eltern und Lehrer, gemeinsam das Beste daraus zu machen.
Vielfalt am Nachmittag
Zum Konzept der IGS gehört auch ein großes Nachmittagsprogramm mit vielfältigen Angeboten aus dem Bereich des Sports, der Musik und der Kunst. Das Nachmittagsangebot wird allerdings erst Ende des Monats beginnen können. Die nächsten Tage werden vorwiegend dazu dienen, die neue Schule kennen zu lernen.
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Sande, S. 32
