SCHORTENS - Das Verstehen von Texten fällt Schülerinnen und Schülern oft schwer. Diesen seit PISA bekannten Schwierigkeiten will die Integrierte Gesamtschule (IGS) Friesland, die am 6. August in den Räumen der Haupt- und Realschule Schortens startet, mit einem speziellen Leseförderkonzept begegnen.
Dabei geht es zunächst darum, durch einen standardisierten Test das Textverständnis der Schüler zu ermitteln. „Es ist uns wichtig, die Schülerinnen und Schüler dort abzuholen, wo sie vom Leistungsniveau her stehen“, erläutert Susann Oelrichs, Deutschlehrerin und Mitglied der Planungsgruppe IGS Friesland.
Durch gezielten Unterricht, der Teil des Nachmittagsangebots ist und von Fachlehrern betreut wird, soll sowohl Leseschwäche behoben als auch Lesestärke gefördert werden. Geplant ist u. a. die Arbeit mit dem web-basierten Programm „Antolin“, bei dem sich Kinder Bücher aussuchen, sie lesen und online Fragen zum Buch beantworten.
Vorgesehen ist außerdem die Mitarbeit von Eltern, die als „Lesemütter“ und „Leseväter“ den Unterricht mitgestalten. Auf diese Weise können sich Eltern aktiv am Schulleben beteiligen und erleben mit, was ihre Kinder im Unterricht lernen und leisten, so Susann Oelrichs.
Bei diesem Förder- und Forderkonzept gehe es nicht nur um die Technik des Vorlesens, sondern auch um das Verstehen dessen, was man gelesen hat. Dieses Textverständnis wirke sich nicht nur auf das Fach Deutsch, sondern auf alle innerschulischen wie außerschulischen Bereiche aus, so Oelrichs. Besonders Fächern, in denen oft und viel an und mit Texten gearbeitet wird, komme diese Fördermaßnahme zugute. Außerdem wirke es sich positiv auf das Erfassen von Aufgabenstellungen aus, mit dem Schüler oft zu kämpfen haben – was nicht selten Ursache für das falsche Lösen von Aufgaben ist.
Weitere Informationen zu dieser Fördermaßnahme und über die Elternmitarbeit werden bei den Anmeldungen an der IGS Friesland gegeben.
