SCHORTENS - SCHORTENS - Die Stadt Schortens steckt mit ihren Plänen zur Einrichtung von Krippenplätzen ab dem neuen Kindergartenjahr in der Bredouille: Bei der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten bleibt nach bisherigen Überlegungen nur die Unterbringung innerhalb der Grundschule Schortens an der Plaggestraße übrig.

Die Grundschule wehrt sich jedoch dagegen, drei ihrer Räume abgeben zu müssen. Schulleiter Dieter Moldenhauer: „Wir können nicht von der eigenverantwortlichen Schule und über das normale Pensum hinausgehenden Bildungsangeboten reden und im nächsten Augenblick das räumliche Angebot so massiv beschneiden.“ Etliche Schulprojekte, Sprachförderung, Medienräume, Schulorchester und weitere Angebote müssten drastisch reduziert oder ersatzlos gestrichen werden, so der Schulleiter vor den Mitgliedern des Schortenser Schul- , Jugend- und Sozialausschusses.

Die Stadt Schortens wiederum meldet großen Bedarf an Krippenplätzen an. Schon ohne große Werbung für das geplante Angebot zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf seien 42 Anmeldungen eingegangen, so stellvertretende Bürgermeisterin Anja Müller. Die Leiterin des Kindergartens Schortens, Renate Dierker, schätzt den tatsächlichen Bedarf um etliches höher ein.

Doch wohin mit den Krippenplätzen? Anja Müller räumte ein, dass es bisher nicht gelungen sei, alle Interessen unter einen Hut zu bekommen. Einigkeit herrschte im Ausschuss darüber, die Einrichtung im Umfeld der Grundschule an der Plaggestraße zu etablieren und den berechtigten Bedürfnissen der Grundschule gerecht werden zu wollen. Zehn Kleinkinder ließen sich laut Müller in den Regelgruppen unterbringen, für den übrigen Bedarf sei nun Eile geboten. Schortens will unbedingt nach den Sommerferien zum 1. September mit seinem Krippenangebot starten.

Die Stadt sucht jetzt nach Alternativen und prüft, ob eine städtische Immobilie in Grundschulnähe für das Krippenprojekt genutzt werden kann. Spätestens in vier Wochen soll Klarheit herrschen. Anja Müller: „Wir wollen die Krippenplätze – zur Zufriedenheit aller Beteiligten.“