Schortens - Was macht der Löwe im Wald – oder ist es gar ein Wolf?

Ein vielfältiges Programm hatte Ina Rosemeyer, die Leiterin des Regionalen Umweltzentrums Schortens, für rund 50 junge Umweltmanager der Cäcilienschule Wilhelmshaven zusammengestellt. Die Mädchen und Jungen waren mit ihren Lehrern Kristina Ajrich, Sabine Maywald und Andreas Stückemann in den Forst Upjever gekommen. Unter der kundigen Leitung von sieben Experten hatten die Schüler aus den Jahrgängen 6 bis 10 die Qual der Wahl zwischen fünf attraktiven Workshops.

Försterin und Waldpädagogin Imke Reiners führte altersgerecht in Aspekte der „Langfristigen ökologischen Waldentwicklung“ (LÖWE) in den Niedersächsischen Landesforsten ein. Auf die Spuren einer ehemals heimischen und inzwischen zurückgekehrten Tierart begab sich dagegen der Workshop von Dr. Dirk Hellberg: Seine Schüler beschäftigten sich mit dem Wolf unter den Gesichtspunkten Biologie, Verhalten und Wildtiermanagement.

Am Engelsmeer machte sich eine Schülergruppe unter Leitung von Udo und Angelika Borkenstein mit dem Prozess der Renaturierung des Niedermoorgebiets und seinen spezifischen Pflanzen und Tieren – unter anderem Libellen – vertraut. Auf die elementare Bedeutung des Waldes für die hiesige Trinkwasserversorgung lenkte der Leiter der Revierförsterei Carsten-Friedrich Streufert während seines Erkundungsgangs die Aufmerksamkeit der Jugendlichen.

Und ganz praktisch ging es um Aspekte der nachhaltigen Holzwirtschaft in der Werkstatt des Vereins Gattersäge Upjever. Klaus Homola und Hans-Peter Thiemann erklärten den Schülerinnen und Schülern nicht nur verschiedene Baum- und Holzarten, sondern auch den Unterschied zwischen einer Zwei-Mann-Handsäge und der ungleich effizienteren historischen Horizontalgattersäge, wie sie im Forst steht.

Zum Abschluss trugen die Schülergruppen ihre Ergebnisse dem Plenum vor.