SCHORTENS - Offenbar völlig unvermittelt hat ein Schortenser Realschüler am Mittwochvormittag in der großen Pause einen jüngeren Sechstklässler der benachbarten Hauptschule derart brutal geschlagen und getreten, dass das Opfer stationär im Krankenhaus aufgenommen werden musste. Der Zwölfjährige erlitt eine Gehirnerschütterung, Prellungen und einen Riss am Ohr.

Der Täter hatte sich auf dem Gelände der benachbarten Hauptschule aufgehalten und dort offenbar Streit gesucht. Aus nichtigem Anlass soll er dem jüngeren Sechstklässler einen Faustschlag an den Kopf verpasst und dessen Schläfe getroffen haben, so dass das Opfer benommen zu Boden ging. Danach soll der ältere Schüler das am Boden liegende Opfer auch noch getreten haben. Lehrer, die auf dem Schulhof Aufsicht hatten, gingen zwar sofort dazwischen. Den Angriff konnten sie aber nicht mehr verhindern.

Die Schulleitung der Hauptschule Schortens hat nach dem Vorfall Strafanzeige erstattet und gegen den Täter ein Hausverbot ausgesprochen. Nun ermittelt auch die Polizei gegen den Schulhofschläger.

An beiden Schulen herrschte Betroffenheit angesichts des Gewaltausbruchs. „Einen solchen Vorfall kann und werde ich an unserer Schule nicht dulden“, erklärte die Leiterin der Realschule, Marion Gerdes-Ufken. Es seien unmittelbar nach dem Vorfall „die erforderlichen Maßnahmen gegen den Täter“ ergriffen worden.

Gegen Gewalt auf Schulhöfen und in Klassenzimmern laufen auch an Frieslands Schulen etliche Präventionsprojekte (die NWZ berichtete). Wieso es zu dem Gewaltausbruch in Schortens kam, ist noch unklar.