SCHORTENS - Janto Justs Rundumschlag gegen das Schortenser Jugendzentrum „Pferdestall“ empört die Linken im Schortenser Rat: Seine pauschale Kritik an der Einrichtung sei billiger Populismus und seine Behauptungen entsprechen nicht den Tatsachen, so Ratsherrr Mike Schauderna.
Wie berichtet, hatte Just mit Blick auf die nahezu flächendeckende Einrichtung von Ganztagsschulen mit Mensa gefordert, den Mittagstisch der „Arche“ im Jugendzentrum einzustellen. Außerdem mäkelt Just an Überlegungen der Stadtverwaltung herum, die dem Jugendzentrum für viel Geld ein neues Konzept überstülpen wolle, „das dann ohnehin wieder nur die üblichen Verdächtigen nutzen.“
Der einzige Grund für die Angriffe von Janto Just gegen das Jugendzentrum sei die übliche Stimmungsmache, kritisiert dagegen Schauderna. Just wisse , dass nur die Hälfte seiner Berechnungen korrekt seien und dass er wesentliche Aspekte verschweige, weil sie nicht in seine Argumentation passten. Der Gipfel der Unverschämtheit ist Schauderna zufolge, dass BfB-Ratsherr Just der Leitung des Jugendzentrums unterstelle, sie würde die Angaben zu den Besucherzahlen manipulieren.
Ein erheblicher Teil der geplanten Mehrkosten beim Personal ergibt sich Schauderna zufolge aus der Aufgabe, die Schulen nachmittags zu unterstützen. „Dass das notwendig ist, ist auch Janto Just bekannt und wurde im Fachausschuss umfassend erläutert.“
Die diskutierten Umbaumaßnahmen seien schon länger geplant und seien in erster Linie Sanierungsmaßnahmen, auch im energetischen Bereich, betont Schauderna. Zu behaupten, man würde das Jugendzentrum mit großem Aufwand zu einem Betreuungszentrum auch für Erwachsene umbauen, sei billiger Populismus.
Dass es zudem bei dem Angebot „Essen und Leben in der Arche“ im Jugendzentrum um mehr als nur ums Essen gehe, habe Just offenbar überhaupt nicht verstanden, so Schauderna.
