SCHORTENS/SANDE - Die Entscheidung für den Gesamtschul-Standort Schortens ist gefallen. Nun regt sich in Schortens Unmut darüber, dass die Kinder, die künftig nach der Grundschule nicht in der IGS oder im Mariengymnasium eingeschult werden, zur Haupt- und Realschule in Sande fahren müssen. Die Kreisverwaltung will dadurch den aufgrund geringer Anmeldezahlen sterbenden Schulstandort Sande retten (die NWZ berichtete). Die Eltern aus Schortens – vor allem in Ortsteilen in der Nähe von Jever – fühlen sich dagegen in ihrer Wahlfreiheit eingeschränkt. Viele würden ihre Kinder gerne zur HS/RS Jever schicken. Doch das lehnt der Kreis – mit Ausnahme der Ortsteile Addernhausen und Upjever – ab.

Im Kreis-Schulausschuss hatten Schortenser Abgeordnete bereits Bedenken angemeldet. Die Ausschussvorsitzende Heide Bastrop und ihre CDU-Kollegen sowie Janto Just von der Wählergruppe BfB hatten den Beschluss abgelehnt.

Nun legt der CDU-Stadtverband Schortens mit harscher Kritik nach. „Jetzt zeigt sich, dass der Elternwille für die SPD nur im Landtagswahlkampf von Bedeutung war“, sagt der Schortenser CDU Fraktionsvorsitzende Axel Homfeldt.

Er wundert sich vor allem darüber, „dass sich selbst die Schortenser SPD-Vertreter im Kreis-Schulausschuss offenbar nicht für die Eltern und Kinder unserer Stadt aussprechen konnten – und das, obwohl sich der Schul-, Jugend- und Sozialausschuss und auch der Verwaltungsausschuss der Stadt Schortens einhellig für die Wahlfreiheit der Eltern ausgesprochen hätten.