SCHORTENS - Misstöne zwischen den Schulelternräten der Stadt Schortens und auf Kreisebene: Dieter Niewelt, Vorsitzender des Schortenser Stadtelternrates, hält der Kreiselternratsvorsitzenden Martina Esser vor, dass sie bei ihrem Engagement für die Integrierte Gesamtschule (IGS) Friesland die Sorgen und Nöte der Schortenser Eltern und Schüler aus dem Blick verloren habe.

„Die Mitglieder im Stadtelternrat Schortens haben den Eindruck, dass sich Martina Esser in erster Linie nur um die IGS kümmert“, kritisiert Niewelt. Die Kreis-Vorsitzende handele so, dass die IGS „schnellstmöglich stattfinde“, und lasse keine Diskussionen über Nachteile für die Schüler aus Schortens zu.

So sei vielen Eltern noch gar nicht bewusst, dass die IGS Friesland zum Start keine Ganztagsbetreuung habe, sondern dies lediglich anstrebe. Auch der Wegfall von Haupt- und Realschule Schortens mit der Folge, dass wegen des erwarteten hohen Bewerberaufkommens für die IGS künftig etliche Schortenser Kinder zur Haupt- und Realschule Sande müssen, werde vielen Familien erst jetzt bewusst, so der Stadtelternrat. Dessen zentrale Forderung sei stets gewesen, dass es für Schortenser Kinder keine Benachteiligungen geben dürfe. Daher fordert der Stadtelternrat eine Aufnahmegarantie für die Schortenser Kinder auf die IGS: „Bisher konnten alle Kinder aus Schortens in den jeweiligen Schulformen auch in Schortens zur Schule gehen – so muss es bleiben.“

Die IGS sei aber nur eine Baustelle von vielen, sagt Niewelt und fordert eine engere Zusammenarbeit und bessere Kommunikation zwischen Stadt- und Kreiselternrat. So sei auch die „Resolution zur Zukunft der Außenstelle Wilhelmshaven der Landesschulbehörde“ verabschiedet worden, ohne die Stadt- und Gemeindeelternräte vorab darüber zu informieren.

Auslöser der Kritik war das Fernbleiben Essers von der jüngsten Sitzung des Stadtelternrates. Die bedauert ihre Abwesenheit als „persönlichen Lapsus“. An einer besseren Kommunikation zwischen beiden Gremien sei gleichwohl auch ihr sehr gelegen. Die Schortenserin betont, als Vorsitzende des Kreiselternrates die Interessen aller Schüler und deren Eltern im Kreis zu vertreten.

Interview auf Jever, s. 32