SCHORTENS - Die Zukunft der Angebote des Fördervereins Familienzentrum Schortens stehen möglicherweise auf der Kippe. Nur bis März nächsten Jahres ist noch Geld in der Kasse für Angebote wie das Elterncafe, Kurse zur Entwicklungsbegleitung von Babys und Kleinkindern, für Vortragsreihen rund um das Thema Erziehung oder das Elterntraining.
Mit ihrem Antrag auf einen städtischen Zuschuss in Höhe von 5000 Euro ist Fördervereins-Vorsitzende Utta Schüder im Schul-, Jugend- und Sozialausschuss dennoch wenig erfolgreich gewesen: Die CDU hat es mit Hinweis auf das drohende neue Haushaltsloch von zwei Millionen Euro abgelehnt, pauschal freiwillige Leistungen auszuschütten, wenn Vereine um Zuschüsse bitten. „Wir müssen auch in diesem Fall Genaueres über Einnahmen und Ausgaben wissen – zumal, wenn auch mit einem Zuschuss der Stadt noch eine Lücke von weiteren 5000 Euro klafft“, erklärte Fraktionsvorsitzender Axel Homfeldt. Mike Schauderna (Linke) und Anne Bödecker (SPD) plädierten bereits für eine Unterstützung des Vereins in Höhe von 3000 bis 5000 Euro.
Der Ausschuss einigte sich schließlich darauf, das Thema auf die Januar-Sitzung zu vertagen.
Utta Schüder, die sichtlich enttäuscht war, erklärte, in dem zweijährigen Bestehen des Fördervereins 8000 Euro an Sponsorengeldern eingeworben zu haben. Von der seinerzeit von der Stadt zugesagten Unterstützung von 15 000 Euro für drei Jahre habe der Verein bisher erst knapp 12 000 Euro abgerufen.
Unstrittig sind dagegen die 100 000 Euro im Haushalt, mit denen die vier Grundschulen Heidmühle, Jungfernbusch, Oestringfelde und Plaggestraße zu Beginn des nächsten Schuljahrs ihre beantragten offenen Ganztagsangebote machen können. Pro Schule hat die Stadt 25 000 Euro für die Einrichtung von Mensen vorgesehen.
Dass auch das Land den Antrag genehmigen wird, gilt im Rathaus als „Formsache“. Das Land werde dann ein Budget für die Abdeckung der Nachmittagsstunden zuschießen, hieß es.
