SCHORTENS - Eine Glühbirne und ein Heizkörper werden Comic-Helden: Die beiden Figuren „Elektra“ und „Thermi“ sollen Grundschülern in kurzen Bildergeschichten zeigen, wo in der Schule oder auch zu Hause oftmals gedankenlos Energie verschwendet wird und was alle mit etwas Nachdenken und wenigen Handgriffen dagegen tun können.

Ersonnen hat die Comicfiguren Katharina Czaja (20), die derzeit ein Freiwilliges Ökologisches Jahr beim Regionalen Umweltzentrum in Schortens absolviert. Dort läuft seit 2007 das Projekt „Energiesparkids an Grundschulen“ (die NWZ berichtete), mit dem RUZ-Mitarbeiterin Wiebke Schönbohm-Wilke Frieslands Grundschüler zu Energiesherriffs ausbildet, aber auch Lehrern, Hausmeistern und dem Reinigungspersonal Ideen zum Energiesparen an die Hand gibt. Derzeit nehmen 13 Grundschulen aus Schortens, Sande, Jever und dem Wangerland an dem Projekt teil – „aber leider keine aus dem Südkreis“, bedauert RUZ-Leiter Udo Borkenstein.

Der neue Comic soll das Thema Energiesparen und Klimaschutz noch fester in Kinderköpfen verankern. Etwa alle sechs Wochen soll nun ein neuer Energiespar-Comic fertiggestellt sein, der dann – farbig oder auch schwarzweiß zum Ausmalen – per E-Mail an die beteiligten Grundschulen geschickt wird. Die drucken die Bildergeschichte aus und können sie in den Unterricht einbauen.

Seit Mitte November hat Wiebke Schönbohm-Wilke in etwa 50 Grundschulkassen Kinder mithilfe von „Thermi“ und „Elektra“ zu Energiesherriffs ausgebildet. Ziel des Projektes ist es, durch Verhaltensänderung von Kindern und Lehrern den Energieverbrauch an den Grundschulen ohne Komforteinbußen spürbar zu senken.

Vergleichbare Projekte etwa in Nordrhein-Westfalen hätten gezeigt, dass allein durch Aufklärungsarbeit zwischen fünf und 20 Prozent an Energiekosten eingespart werden können – an einer durchschnittlichen Grundschule immerhin zwischen 2500 und 15 000 Euro.