Ahlhorn - Ob bei einem Wissenschaftler in Bremen oder bei der Polizei in Wildeshausen: Die 60 Schüler aus den drei neunten Klassen des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums Ahlhorn waren während ihres zweiwöchigen Praktikums in der Region Oldenburg und darüber hinaus unterwegs, um die Berufswelt zu erkunden.
Dabei hatten sie die Möglichkeit, frei zu entscheiden, welchen Berufe sie einmal näher kennenlernen wollten. So waren alle möglichen Jobs wie zum Beispiel Förster, Immobilienmakler, Journalist, I T-Spezialist, Verwaltungsfachangestellte, Übersetzerin, Chemielaborantin, Fotograf und viele weitere vertreten.
Einer von den Praktikanten ist Carlos Oltmanns (15) aus Großenkneten. Er war an der Bremer Universität in der Abteilung für Ozeanographie bei dem Wissenschaftler Martin Vogt zu Gast. Jeden Tag reiste er mit Zug und Straßenbahn über eine Stunde nach Bremen. „Ich habe mich schon immer dafür interessiert, wie die Arbeit in einem Labor abläuft und könnte mir dies nun auch sehr gut für meine Zukunft vorstellen“, erzählte er und berichtete, dass er in den zwei Wochen zum Beispiel verschiedene Proben von Leitungswasser nahm, um sie auf ihre Inhaltsstoffe zu analysieren.
Mitschülerin Marina Korte (15) aus Halenhorst absolvierte bei dem Architektur- und Ingenieurbüro Rolwes, Hauth, Jacobi in Wildeshausen ihr Praktikum. Dort lernte sie, wie man Pläne für Häuser zeichnet und durfte sich auch selber daran versuchen. Außerdem fuhr sie häufig mit auf Baustellen, wie zum Beispiel zu der VR-Bank in Sandkrug, die im Moment umgebaut wird. „Der Beruf gefällt mir, weil er so kreativ und vielfältig ist“, berichtete sie.
Im Polizeikommissariat Wildeshausen waren gleich zwei Schüler im Einsatz. Einer von ihnen war Falk Füllenbach (15). Falk fuhr meistens die 30 Kilometer von Großenkneten nach Wildeshausen und zurück mit dem Rad. „Dadurch, dass mein Onkel auch Polizist ist, bin ich auf den Job gekommen, der mir nach meinem Praktikum sehr gefällt“, erzählte Falk. Bei der Polizei nahmen die Praktikanten unter anderem an Streifen-Fahrten teil, erlebten Kontrollen oder Ermittlungen zu Sachbeschädigungen hautnah mit.
