Wildeshausen - Wie läuft der praktische Alltag eines Erziehers an einer sozialen Einrichtung ab? Um das hautnah mitzuerleben, haben die Schüler der Berufsbildenden Schulen Wildeshausen (BBS), Fachschule für Sozialpädagogik, in Kooperation mit der Wallschule Wildeshausen im vergangenen Halbjahr zwei Projekte auf den Weg gebracht. Sechs Monate lang boten die elf Schüler im Alter zwischen 20 bis 26 Jahren den Dritt- und Viertklässlern zwei Betreuungsangebote in Form einer Nachmittags-AG an.
„Die Umwelthelden“
Unter dem Projektnamen „Die Umwelthelden“ vermittelten die vier BBS-Schüler Lutz Menkens, Fehmke Allerkamp, Jella Arnold und Aldrik Bethke den acht Grundschülern anhand von verschiedenen Angeboten Spaß an Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein. „Es handelt sich bei diesem Projekt nicht nur um einen schulischen Auftrag, sondern vielmehr noch um ein persönliches Anliegen den Teilnehmenden zu vermitteln, dass sie aktiv einen Teil zum Umweltschutz beitragen können“, erklären die BBS-Schüler.
Im vergangenen Schulhalbjahr bauten die Wallschüler unter anderem ein Insektenhotel und bekamen Besuch von einem Imker. „Ein besonderes Highlight für uns und die Kinder war der Vortrag von zwei Mitgliedern der internationalen Meeresschutzorganisation Sea Shep-herd,“, so die BBS-Schüler. Das Projektthema passte dabei perfekt in das Konzept der zertifizierten Umweltschule.
Die Weltenbummler
In der zweiten AG nahmen Marten Kischkat, Alida Kesse, Lisa Grewing, Karola Brader und Rieke Dannemeyer die acht Dritt- und Viertklässler mit auf eine Reise durch die sieben Kontinente. Im Projekt „Die Weltenbummler auf der Reise durch die Kontinente“ sollten die Kinder ihr Wissen erweitern, neue Erfahrungen sammeln, sich mit anderen austauschen und die unterschiedlichen Rituale, Gerichte, Sprachen, geografische Lage, Tier- und Planzenwelt sowie Sehenswürdigkeiten kennenlernen. Für eine Schule mit 17 Nationalitäten ein spannendes Thema. So hätten die Kinder etwas über ihr Land, aber auch das ihrer Mitschüler erfahren können, freut sich Wallschul-Rektorin Roswitha Remmert.
„Wir wollen die Kooperation auf jeden Fall weiterführen“, betont Remmert. „Wir sind für weitere Projekte dieser Art offen.“ Denn die AGs seien nicht nur bei den Kindern sehr gut angekommen, sondern auch die Eltern seien von dem Projekt angetan.
Beide Seiten profitieren
Die AGs haben beiden Seiten geholfen: Die BBS-Schüler bekamen einen Eindruck, was es heißt, planerisch, organisatorisch sowie vorausschauend zu handeln und konnten wertvolle Erfahrungen für ihr zukünftiges Berufsleben sammeln. Die Wallschüler erfuhren spielerisch etwas über Umweltschutz und Nachhaltigkeit sowie über Menschen und Kulturen. „Wir freuen uns über den Enthusiasmus, mit dem die Kinder an unserem Projekt teilgenommen haben“, zeigen sich auch die BBS-Schüler von der Nachmittags-AG begeistert.
