Friesoythe - Auf ein Signal hin rennen fünf Schüler der Klasse 6b, die an einer Startlinie stehen, so schnell sie können los. Nach einem kurzen Sprint erreichen sie eine weitere Linie, an der sie versuchen, so schnell wie möglich stehen zu bleiben. Den Ort, an dem sie zum Stehen kommen, markieren sie mit einem Hütchen.

Der Versuch ist Teil des ADAC-Sicherheitstrainings „Achtung Auto“, an dem Schüler der fünften und sechsten Klassen der Realschule Friesoythe teilnehmen. Gerhard Kreie und Rita Grimme vom ADAC Weser-Ems wollen den Jungen und Mädchen kritische Situationen im Straßenverkehr verdeutlichen.

„So wollen wir die Schüler sensibilisieren, Gefahrensituationen zu erkennen, damit sie vorausschauend handeln, wenn sie sich im Straßenverkehr bewegen“, erklärt Kreie. Der Versuch mit den Hütchen verdeutliche, dass es unmöglich sei, von jetzt auf gleich stehen zu bleiben, wenn man sich in Bewegung befinde. „Das nennt man den Bremsweg“, so Kreie weiter. In Kombination mit der Reaktionszeit, die man brauche, um einen Bremsvorgang einzuleiten, ergebe sich dann der Anhalteweg, also die Distanz, die man benötigt, um zum Stehen zu kommen – und der sei, wie der Versuch zeige, viel länger als erwartet.

„Das Projekt wird schon seit einigen Jahren sehr erfolgreich an unserer Schule veranstaltet“, berichtet Schulleiter Hermann Meemken. Die Kinder würden ihre eigenen Erfahrungen machen und seien in der Lage, diese dann auch auf konkrete Verkehrssituationen zu übertragen.