Wildeshausen - „Wir müssen die Blicke der Schülerinnen und Schüler auf etwas anderes richten als das, was sie kennen“, sagte Hermann König. Der Pensionär beteiligt sich künftig gemeinsam mit drei weiteren Interessierten am ehrenamtlichen Projekt „Ausbildungsbrücke“ in der Hauptschule Wildeshausen.

Am Mittwoch stellten sich die neuen Paten mit dem Koordinator der Brücke, Gerd Jacoby, den Schülern vor. Neben König sind dies: Karsten Poppe, Wolfram Persikowski und Steffen Akkermann. Sie erhöhen die Anzahl der Paten auf 15. „Damit betreuen wir, zusammen mit den BBS, im Moment 23 Schüler“, sagte Jacoby. Persikowski zum Beispiel war früher Jugend-Lizenztrainer und hat Erfahrung im Umgang mit Schülern.

Den Paten sei es weiterhin freigestellt, ob sie zu den Schülern nach Hause kommen oder sich mit ihnen in der Schule oder in den eigenen vier Wänden treffen. Die Lehrer werden Schülern, die Hilfe benötigen, die Möglichkeit geben, sich mit den Paten zu treffen und sich schneller zu entwickeln. Versicherungsmakler Poppe dazu: „Wir müssen bei den Jüngeren Interesse wecken. Die wichtigste Voraussetzung für einen Weg in den Beruf ist, dass sie schreiben und lesen können.“ Jacoby sagte: „Wir müssen die Schüler gedanklich abholen.“

In der siebten Klasse von Klassenlehrerin Kerstin Timmen stellten die Paten anschließend vor den Jugendlichen dar, welche Ziele sie verfolgen und was sie sich von den Treffen erhoffen. Darin waren sich die Paten einig. Sie wollen den Jugendlichen zeigen, welchen Nutzen es hat, nicht nur vor dem Computer zu sitzen. Auch Arbeit kann Laune machen, war der Tenor.

Jacoby wies auf den Stellenwert der wöchentlichen Treffen hin. „Jeder Pate bringt eine herausragende Leistung, indem er neben den kognitiven Hilfen auch die Probleme der Schüler erkennen sollte.“ Den größten Teil müssten jedoch die Schüler leisten, da es für sie um die eigene Zukunft gehe.