Barßel - „Dor gaiht nicks äöwer Fautball“, liest Klaas leidenschaftlich aus seinem Text vor. Laut und deutlich spricht er die plattdeutschen Wörter aus und nimmt Blickkontakt zu seinem Publikum auf. Er und sechs weitere Mädchen und Jungen der Klassen 5/6 und 9/10 vom Schulzentrum Barßel nahmen am plattdeutschen Lesewettbewerb im Schulzentrum teil. Sie hatten sich zuvor in ihren Klassen gegen einige Mitschüler durchsetzen können.
Man merkt sehr schnell, ob die Schülerinnen und Schüler einen Zugang zur plattdeutschen Sprache haben, sagt Lehrerin Ellen Sandmann, die den Wettbewerb organisiert hatte. Oft werde in den Familien noch Plattdeutsch gesprochen. Eltern und Großeltern helfen dann gerne bei der Vorbereitung der plattdeutschen Texte.
Die drei Deutsch-Lehrkräfte mit Plattdeutsch-Erfahrung Sabine Appelt, Iris Schwöppe und Melanie Werner und die Plattdeutsch-Expertin Hanna Harders, die gerade einen plattdeutschen Lokal-Krimi veröffentlicht hat, bewerteten das plattdeutsche Lesevermögen der Schüler. Besonders wichtig war es, auf die Lesefertigkeit und die Aussprache, die Lesetechnik und das Textverständnis sowie die Betonung zu achten. Nach einem dreiminütigen Lesevortrag hatte es jeder Teilnehmer erst einmal geschafft.
Die Jury bestimmte zwei Schulsieger. Im Jahrgang 5/6 wurde Klaas Welp (6a) als bester plattdeutscher Leser gekürt. Im Jahrgang 9/10 setzte sich Jasmina Berg (9c) durch. Beide freuten sich über eine Urkunde und ein Buchgeschenk. Die anderen Teilnehmer erhielten eine Urkunde.
Im Mai vertreten dann Jasmina und Klaas das Schulzentrum beim Kreisentscheid der Oldenburgischen Landschaft und messen sich mit anderen Schulsiegern aus dem Landkreis Cloppenburg.
