Nordenham - Körperliche Fitness, eine sportliche Figur und die damit meist einhergehende gesunde Lebenseinstellung stehen bei Jugendlichen hoch im Kurs. Doch wie bekommt man einen durchtrainierten und gesunden Körper?
1700 Quadratmeter
19 Schüler der Hauptschule am Luisenhof in Nordenham waren zusammen mit ihrem Klassenlehrer Wilfried Gesierich und ihrer Deutschlehrerin Christina Neuhaus im Fitnessstudio „Bodywork“ und wollten diesen Fragen auf den Grund gehen. Bereits am Eingang staunten die Schüler, als sich vor ihnen 1700 Quadratmeter Fläche voll mit Geräten und vielen Menschen, die sich darauf abmühten, ausbreitete. „Wir haben insgesamt 17 Mitarbeiter, davon zwei Auszubildende“, sagt Fitnesstrainer Kris Kruse.
„Unsere Angestellten arbeiten als Ernährungsberater, Fitnesstrainer, Servicepersonal, Kurstrainer und Masseure. Die Geschäftsführung dürfen wir aber auch nicht vergessen,“ sagt der Fitnesstrainer. Lediglich die Auszubildenden Niklas Bartke und Markus Meyer durchlaufen in ihrer Zeit im Fitnessstudio jede Abteilung.
Bemerkenswert ist, dass das Fitnessstudio „Bodywork“ keiner Kette angehört und sich bereits seit 18 Jahren in Nordenham hält. „Wir haben im Schnitt wochentags um die 150 und am Wochenende knapp 50 Besucher im Studio“, erzählt Kruse.
„Wir haben hier alles von jung bis alt. Generell gehen zwar mehr Jugendliche ins Fitnessstudio, bei uns ist es aber ziemlich ausgeglichen. Auch bei der Geschlechterfrage sehe ich hier keine deutliche Mehrheit für eine Seite“, erklärt Kruse, fügt aber gleich an, „dass Jugendliche erst ab 16 Jahren selbstständig ins Studio kommen dürfen, jedoch ohne den Kraftbereich zu nutzen. Das ist erst ab der Volljährigkeit erlaubt.“
Kris Kruse erklärt: „Der Kraftbereich ist erst mit 18 Jahren nutzbar, da vorher das Gesundheitsrisiko für die Besucher zu groß ist. Die Knochendichte und die Härte der Gelenke sind noch nicht ganz ausgeprägt und es könnte mehr Schaden anrichten, als zu helfen.“
Angestrengte Gesichter
Genug geschaut und erklärt, zum Abschluss ging es noch an die Geräte und einige Schüler durften sich ausprobieren. Bereits nach kurzer Zeit setzten sich erste Schweißperlen auf den angestrengten Gesichtern ab. Das Ächzen und Stöhnen nahm hörbar zu.
Wie wichtig die sportliche Betätigung ist, wenn man Gewicht verlieren möchte und wie es nach Diäten zu dem sogenannten Jojo-Effekt kommt, erklärte der Fitnessexperte ebenfalls: „Bei einer normalen Diät nimmt der Körper zuerst an Muskelmasse ab“, sagte Kruse. Dadurch verbrauche er aber auch weniger Energie.
Wenn man dann nach der Diät wieder normal esse, kommt es häufig zu einer Zunahme, da der Körper nun weniger Energie benötige und so seine Fettreserven wieder füllen könne. „Kombiniert mit Einheiten im Fitnessstudio kann man das Gewicht aber halten,“ sagte Kruse.
