Elsfleth - Es wirkte noch etwas unbeholfen, als die 16 Jungen und Mädchen der Kutterpullen-AG der Oberschule Berne am Dienstag zum ersten Mal sich in die Riemen legten. Zu ungewohnt war die Bewegung, zu groß der Respekt, als sie den festen Boden unter dem Boden verloren. Je länger sie aber unter der Leitung von Rita Städtler und zwei Helfern im Boot saßen, desto runder wurde gepullt.
Die AG ist in Zusammenarbeit von Jugendtreff und der Oberschule entstanden. Jugendtreff-Leiterin Mareike Prieß hatte am Donnerstag von diesem Vorhaben im Präventionsrat berichtet. Viele der Kinder der Oberschule, für die Sozialarbeiterin Annika Sauermann die AG begleitet, kommen auch in den Jugendtreff. Schüler der 8. bis 10. Klassen sind daran beteiligt. So lange gepullt werden kann, wird die AG auf der Hunte stattfinden. Danach bieten Mareike Prieß und Annika Sauermann Alternativen mit nautischem Bezug an.
In ihrer Sitzung beschlossen die Mitglieder des Präventionsrates der Stadt Elsfleth, in Zukunft noch effektiver und zielgerichteter arbeiten zu wollen. Sie beschlossen einige Themenschwerpunkte, mit denen sich in den kommenden Sitzungen intensiv beschäftigt werden soll.
Zuerst soll ein Roter Faden – eine Art Familienfibel – erstellt werden, in der für alle Lebenslagen und Probleme Ansprechpartner benannt werden. Beschäftigt werden soll sich auch mit der Frage „Wo kann Prävention einsetzen?“ Eingeladen werden sollen dazu Vertreter aus Kindergärten, die dieses Thema aus ihrer Sicht beleuchten sollen.
Bekannter gemacht werden soll auch das Bildungs- und Teilhabepaket, erklärte Andreas Haane, Geschäftsführer des Präventionsrates, in einem Gespräch mit der NWZ . Kindern und Jugendlichen aus finanziell schwachen Familien wird durch das Bildungspaket ein interessantes Spektrum von Sport- und Freizeitmaßnahmen bis hin zur Lernförderung angeboten. Viele Familien hätten Anspruch auf Fördermittel aus diesem Bildungspaket, ohne es zu wissen. Es soll auch erklärt werden, wie und wo ein Antrag gestellt werden kann.
Der Präventionsrat möchte sich in einer seiner nächsten Sitzungen auch über die Prävention bei über 18-Jährigen Gedanken machen. Dazu soll der Vorsitzende des TuS Elsfleth eingeladen werden. Hier könnten sich eventuell Möglichkeiten ergeben, die Arbeitskraft der jungen Menschen zu binden und ihnen die Chance auf eine sinnvolle Tätigkeit zu geben, so Andreas Haane.
