Elsfleth - Große und kleine Sprünge für die Gesundheit machten am Mittwochmorgen die Mädchen und Jungen der Klassen 4a und 4b der Grundschule Elsfleth-Lienen. Denn dort war die Deutsche Herzstiftung mit ihrem Seilspring-Projekt „Skipping Hearts“ zu Gast.

Trainer Ronny Steinbrück zeigte den Grundschülern, was sie mit einem Springseil so alles machen können. Denn einfach nur über das Seil hüpfen konnten die Mädchen und Jungen schon längst. Beim Einzel-, Partner- und Gruppenspringen probierten sich die Schüler in verschiedenen Übungen.

„Das sind alles Wettkampfdisziplinen. Heute lernen die Kinder hier die Grundlagen“, erklärte Steinbrück. Auch die Seile sehen längst nicht mehr so aus, wie man sie vielleicht noch aus der eigenen Schulzeit kennt, weiß Ronny Steinbrück. Die Springseile sind aus Kunststoff und in verschiedenen Längen erhältlich.

Inzwischen gebe es ganze Vereine, in denen Seilspringen trainiert wird, auch wenn mit rund 10 000 Mitgliedern deutschlandweit Seilspringen als Sport noch von relativ wenigen Menschen betrieben wird.

Den Kindern solle es vor allem Spaß machen. Gleichzeitig werden sie spielerisch an die Bewegung herangeführt. Denn Laufen, Springen und Ballspiele – Aktivitäten, die eigentlich allen Schulkindern Spaß machen – gehören inzwischen nicht mehr selbstverständlich zum Tagesablauf der Kinder, heißt es von der Herzstiftung.

Computerspiele und Fernsehen haben die Bewegung an der frischen Luft längst abgelöst, heißt es weiter. Als Folge davon sei bereits jedes fünfte Schulkind weltweit übergewichtig, warnt die Herzstiftung. Auch Trainer Ronny Steinbrück mahnte, Bewegungsmangel und falsche Ernährung führen oft zu Herz- und anderen Gesundheitsproblemen. Durch das Training am Mittwoch sollten die Schüler die Erfahrung machen, das Bewegung Spaß macht. „Und sie sollen auch mal ins Schwitzen kommen, denn das kennen viele Kinder heute gar nicht mehr“, sagte Steinbrück. Dabei seien gerade Kinder oft für neue Reize ansprechbar, weiß Ronny Steinbrück aus Erfahrung. Bereits seit neun Jahren ist er als Trainer im Einsatz.

Bei den Grundschülern kam das Projekt jedenfalls sehr gut an – trotz Anstrengung. „Ich hab ordentlich geschwitzt“, sagte die neunjährige Anna aus der 4b. „Mir hat alles richtig gut gefallen, aber besonders das Partnerspringen hat Spaß gemacht“, erzählte sie. Anstrengend fand das Training auch die neunjährige Mia aus der 4a. „Aber er hat das richtig gut erklärt“, lobte sie Trainer Ronny Steinbrück. Das Partnerspringen gefiel auch der neunjährigen Melina aus der 4b am besten. Sie springt auch zu Hause manchmal mit dem Seil und hatte deshalb am Mittwoch gar keine Schwierigkeiten.

Ein großes Lob sprach schließlich auch der Trainer den Mädchen und Jungen am Ende aus. „Ihr habt drei Stunden lang gut durchgehalten!“, sagte Steinbrück.

Merle Ullrich
Merle Ullrich Redaktion Brake