Petersfehn - Zu einem kleinen Paradies ist die Peterswiese inmitten von Einfamilienhäusern am Pirschweg mittlerweile geworden – und das nicht nur für Insekten. Auch die Dritt- und Viertklässler der Insektenwiesen-AG der Grundschule Petersfehn freuen sich jede Woche auf die fünfte und sechste Stunde am Montag. Dann wird der Klassenraum mit der Wiese getauscht, der Stift mit dem Spaten.

2012 habe der Bürgerverein Petersfehn die rund 800 Quadratmeter Fläche von der Gemeinde zur Verfügung gestellt bekommen, berichtet der 2. Vorsitzende Friedhelm Logemann von den Anfängen. Einzige Auflage: Die Fläche an einem Hochspannungsmasten muss für Wartungs- und Reparaturarbeiten frei zugänglich bleiben. Schnell habe man die Grundschule eingebunden. Seitdem kümmern sich die Schüler unter Leitung von Christine Bolte in der Insektenwiesen-AG um die Fläche. Unterstützt werden sie dabei von zahlreichen Petersfehnern – vom Landwirt, der alljährlich die Fläche fräst, bis hin zu einem Malerunternehmen, das die Farbe für die Gestaltung des ebenfalls gespendeten Geräteschuppens zur Verfügung gestellt hat. Der Bauhof der Gemeinde hilft bei größeren Arbeiten, das Umweltbildungszentrum Ammerland liefert alljährlich das Saatgut zur Anlage der Blühfläche. Im hinteren Bereich haben die Grundschüler bereits ein Weiden-Tipi und eine Totholzhecke angelegt und arbeiten derzeit an einer Kräuterspirale. So dient die Fläche neben Insekten auch Vögeln und Amphibien als Lebensraum.

Die Grundschule Petersfehn ( t  04486/466) freut sich über weitere Spenden für die Weiterentwicklung der Wiese, bittet allerdings darum dieses abzusprechen, so Christine Bolte. So seien in der Vergangenheit schon mehrfach Pflanzen eingegraben worden und Gartenabfälle auf der Benjes-Hecke gelandet – leider alles nicht sach- und standortgerecht.