Nordenham/Bremen - An einem nebeligen Morgen treffen wir voller Euphorie am Weserstadion ein, in der Hoffnung, ein Training der Profis verfolgen zu können. Dort angekommen, wurden wir jedoch enttäuscht: das Training der Profis findet nicht statt. Kleines Trostpflaster: Sebastian Prödl im Reha-Training und Ralf Husic sind für ein Autogramm auf den mitgebrachten Trikots zu haben.

Dann geht es mit der Führung los: Stadionführer Helmut Dunker führt uns in die Kabine der Gastmannschaften. Wir bewundern die luxuriösen Duschen, den Whirlpool und die Massagebänke. In der sogenannten Mixed-Zone laufen wir an den Presse-Kabinen für Interviews vorbei.

Durch denselben Gang wie sonst die Spieler betreten wir schließlich das Innere des Weserstadions. Ein atemberaubender Anblick: Die Sitzreihen sind überdacht, was angesichts des Nieselregens sehr tröstlich ist. Der Rasen liegt im künstlichen Sonnenlicht zur Pflege und strahlt in einem satten Grün. Weiße Sitze bilden die Worte „Werder Bremen“.

Wir probieren das Trainersein gleich einmal aus und nehmen auf den Trainerbänken Platz, während Helmut Dunker die Besonderheiten des Stadions erklärt. Wir steigen an den Sitzreihen vorbei hinauf in den Logenbereich. Uns erwarten ebenso riesige wie feine Bistros und Logen der Extraklasse, von denen aus man das ganze Stadion überblicken kann.

Im Presseraum, wo normalerweise Trainer nach dem Spiel ihre ersten Analysen an die versammelte Presse liefern, erwartet uns Charlotte Schumacher. Sie erzählt uns, dass sich Werder stark im sozialen Bereich engagiert.

Der Verein gibt zusätzlichen Sportunterricht an Schulen und Kindergärten, hilft Leuten mit Handicaps und Älteren dabei, sich fit zu halten und bewegt noch einiges mehr in den Bereichen Gesundheit und soziales Miteinander, alles unter dem Motto: Werder bewegt lebenslang. Zum Abschluss ging es für uns ins „Wuseum“. Dort sind die Siege, etliche Trophäen, bedeutende Transfers und sonstige Erfolge Bremens aufgelistet und ausgestellt.